Archiv - 5 am Tag

Einfluss der Kampagne "5 am Tag" auf Verzehrsgewohnheiten

Durch eine nicht repräsentative Marktstudie an der Berliner Bevölkerung sollte festgestellt werden, ob die, durch die Aktion "5 am Tag" propagierte Empfehlung, Zustimmung findet und ob sie ein sinnvolles Verzehrsziel darstellt. Die Umfrage beschränkte sich auf berufstätige Singles, jüngere Familien mit Berufstätigen sowie Personen im Ruhestand.

Der Fragebogen bestand überwiegend aus geschlossenen Fragen mit 5 Antwortmöglichkeiten. Für jede gegebene Antwort wurde ein Zustimmungsindex errechnet, der zwischen 0 und 100 liegt, wobei 0 der totalen Ablehnung und 100 der uneingeschränkten Zustimmung durch jeweils alle Probanden entsprechen. Durch ein gleichzeitig erhobenes Ernährungsprotokoll wurden die Antworten gegengeprüft.

Diagramm Ergebnisse 5 am Tag

Ergebnisse

Die Bedeutung von Obst und Gemüse für eine ausgewogene Ernährung ist der Mehrzahl der Probanden bekannt. Auch stimmte die Mehrheit zu, dass bei ihnen durch die Kampagne "5 am Tag" eine Ernährungsumstellung erfolgte. Die Zustimmung war bei den Frauen signifikant höher als bei den Männern.

Stellt man zwischen den beiden Fragen einen direkten Zusammenhang her, zeigt sich, dass nicht alle Probanden, die erkannt haben, dass Obst und Gemüse in der Ernährung bedeutend sind, bereits auf höheren Konsum umgestiegen sind. Vor allem bei Männern gibt es Potentiale zur Verzehrssteigerung. Nur von 15 % der Befragten wird ein Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag erreicht. Durchschnittlich verzehren die befragten Frauen pro Tag 2,5 und die befragten Männer 2 Portionen Obst und Gemüse.

Eine Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs muss vor allem über Zwischenmahlzeiten erfolgen, da Gemüsekomponenten schon ausreichend in den Hauptmahlzeiten eingesetzt werden.

Möglichkeiten, den Verzehr zu steigern, liegen bei den Frauen überwiegend in der Untergruppe Fruchtgetränke, bei Männern hingegen in der Produktgruppe Obst/Gemüse selbst.

Die Kontrolle mittels des Ernährungsprotokolls zeigte, dass die gegebenen Antworten nicht in allen Fällen mit dem tatsächlichen Verhalten übereinstimmten.

Quelle: Ulbricht, G.: Einstellungen zum Obst- und Gemüseverzehr (....). In: Ernährungsumschau 49. Jahrgang Heft 8, S. 305 - 308

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