Körperliche Aktivität und Proteinstoffwechsel

Körperliche Aktivität, Altern und Muskelproteinstoffwechsel

Die mit dem Alter verbundene Änderung in der Muskelproteinquantität und -qualität, die die Muskelstruktur, den -aufbau und die -funktion negativ beeinflussen, werden als Sarkopenie bezeichnet.

Das Muskeleiweiß ist stoffwechselaktiv und der mit dem Altern verbundene Verlust der Muskelmasse führt dazu, dass viele Aufgaben des täglichen Lebens nicht mehr so leicht von der Hand gehen. Es ist daher wichtig, dass ausreichende Reserven an Muskelprotein und Aminosäuren im Alter vorhanden sind.

Wie bei jeder Gewichtsreduktion, die durch einen Abbau von Muskelmasse gekennzeichnet ist, kann die Sarkopenie durch ein Ungleichgewicht zwischen Muskelproteinaufbau und -abbau erklärt werden. Die Netto-Muskelprotein-Balance ist also negativ.

Fortgeschrittenes Alter und körperliche Gebrechlichkeit sind gekennzeichnet durch eine verminderte Myosinsynthese, was den Muskelabbau beschleunigt. Zusammen mit dem Muskelfilament Actin ist Myosin Bestandteil jeder Muskelfaser. Dieser Beeinträchtigung kann durch gezieltes Krafttraining bei Männern und Frauen im Alter von 76 Jahren und älter entgegengewirkt werden, da durch körperliche Aktivität die Muskelproteinsynthese erhöht wird. Dies wiederum führt zu einem Muskelwachstum und erhöhter Muskelkraft bei Senioren.

Die zellulären Mechanismen, die für diese Anpassungen verantwortlich sind, sowie die Rolle der Ernährung und des Hormonstatus bei der Behandlung der Sarkopenie bedürfen weiteren Untersuchungen.

Quelle: J Gerontol A Biol Sci Med Sci. 2003 Oct;58(10):M918-22

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