Präferenzen bei der Auswahl alkoholischer Getränke
Präferenzen bei der Auswahl alkoholischer Getränke in Zusammenhang mit Ernährungs- und Gesundheitsgewohnheiten
Gemäßigter Alkoholkonsum wird häufig mit einer Steigerung der Gesundheit in Verbindung gebracht. Besonders mit dem Wein werden spezielle Vorteile assoziiert. Bis jetzt wurden jedoch die Ernährungsgewohnheiten der Alkoholkonsumenten außer Acht gelassen, d.h. deren gesundheitlicher Zustand wurde nur durch die Art des Alkohols zurückgeführt, den sie konsumierten.
Jetzt hat die UNC Alumni Heart Studie den Zusammenhang zwischen der Auswahl alkoholischer Getränke, Ernährungsgewohnheiten und anderen Gesundheitsfaktoren untersucht. Dazu wurden Daten von 2864 Männern und 1571 Frauen aufgenommen.
Eigenberichte über die Trinkgewohnheiten der Probanden wurden mit deren Ernährungs- und Gesundheitsverhalten verglichen. Bei den Teilnehmern, die Wein bevorzugen, konnte tatsächlich eine gesündere Ernährung festgestellt werden als bei den Bier- und Schnapstrinkern und denen, die keine besonderen Vorlieben angaben. Die Weintrinker berichteten, mehr Gemüse und Obst und weniger rotes oder frittiertes Fleisch zu sich zu nehmen. Ihre Ernährung beinhaltet weniger Cholesterin, gesättigte Fettsäuren und Alkohol, dafür nehmen sie mehr Ballaststoffe zu sich. Außerdem befinden sich unter den Weintrinkern weniger Raucher.
Verglichen mit allen Probanden, die Alkohol trinken, nehmen die, die keinen Alkohol konsumieren, weniger Gemüse aber mehr Ballaststoffe auf. Sie bewegen sich weniger und haben einen höheren BMI. Einkommen und Erziehung haben bei den beschriebenen Zusammenhängen nur geringe Effekte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, die bisher auf gemäßigten Weinkonsum zurückgeführt wurden, möglicherweise auf den Ernährungsgewohnheiten dieser Menschen basieren. Das Nichteinbeziehen der Ernährung- und Lebensgewohnheiten könnte ein Grund dafür sein, dass durch frühere Studien gesundheitliche Vorteile derer, die gemäßigt Alkohol konsumieren, gegenüber denen, die keinen Alkohol zu sich nehmen, festgestellt wurden.
Quelle: Am J Clin Nutr 2002 Aug;76(2):466-72




