Der Einfluss von Zimt auf Diabetes

Der Einfluss von Zimt auf Diabetes

Einleitung

Zimt wird vor allem zum Würzen verwendet, kommt aber auch als Aromastoff in der Parfümherstellung, in Kaugummis oder als Heilmittel zum Einsatz.

Methodik

Im Jahr 2003 wurden in einer Studie die Wirkungen von Zimt auf den Blutzucker- und Fettstoffwechsel bei Diabetes-Patienten untersucht. Teilgenommen haben 60 Männer und Frauen mit einer Sulfonyl-Harnstoff-Medikation. Zunächst wurde eine Einteilung der Personen in 6 Gruppen vorgenommen, von denen 3 Gruppen täglich 1,3 bzw. 6g Zimt in Kapselform bekamen und 3 Gruppen eine Kontrollgruppe bildeten, die Placebos in Form von Weizenmehl-Kapseln erhielten. Die Einnahme erfolgte direkt nach den Mahlzeiten, die den üblichen Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer entsprachen. Die Studiendauer umfasste 60 Tage, wobei an den ersten 40 Tagen Zimtkapseln gegeben wurden und in den folgenden 20 Tagen keine Einnahme mehr erfolgte. Während dieser Zeit wurden mehrere Nüchternblut-Analysen durchgeführt.

Ergebnisse

Ergebnisse dieser Studie waren die Senkung der Nüchternblutzuckerwerte um 18 bis 29% und die Abnahme der Triglyzeridwerte um 23 bis 30%. Weiterhin konnten Reduktionen des LDL-Cholesterins um 7 bis 27% und des Gesamt-Cholesterins um 12 bis 26% beobachtet werden.

Diskussion

Obwohl diese Studie einen Hinweis auf eine blutzucker- und blutfettsenkende Wirkung von Zimt gibt, entsteht daraus keine Rechtfertigung zu einer Empfehlung für eine therapeutische Anwendung, welches vor allem für die Verwendung von haushaltsüblichen Zimt gilt. Außerdem ist zu beachten, dass Nebenwirkungen bei einer hohen Zimtaufnahme nicht ausgeschlossen werden können. In Folge hoher Dosen sollen beispielsweise erhöhter Puls, eine Erhöhung der Atemtätgkeit und Schweißsekretion, allergische Haut- und Schleimhautreaktionen beobachtet worden sein. Außerdem sollten Patienten mit Allergien gegen Zimt, mit Magen-Darm-Geschwüren und Fieber unbekannter Ursache von einer erhöhten Zimtaufnahme absehen. Dies gilt auch für Schwangere und Stillende, da die Risiko-Nutzen-Einschätzung auf Grundlage der vorhandenen Daten nicht möglich ist.

Quelle: DGE info 05/2005, S.72-73

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