Fischkonsum und das Schlaganfall-Risiko bei Männern

Fischkonsum und das Schlaganfall-Risiko bei Männern

Gegenstand

Da die Auswirkung des Fischkonsums oder die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren auf das Schlaganfall-Risiko bislang nicht eindeutig geklärt sind, wurde diese Beziehung erneut untersucht.

Design und Teilnehmer

Im Rahmen einer US Langzeitstudie (12 Jahre) wurden insgesamt 43671 Männer im Alter von 40 bis 75 Jahre untersucht. Die Probanden mussten ein detailliertes Ernährungsprotokoll ausfüllen und frei von Herzkrankheiten sein. Wie sich der Konsum von Fisch bzw. Omega-3-Fettsäuren auf das Erkrankungsrisiko auswirkt, wurde 1986, 1990 und 1994 ermittelt.

Ergebnisse

In den 12 Jahren wurden insgesamt 608 Schlaganfälle dokumentiert, davon 377 ischämische (Schlaganfall mit Gefäßverengungen bzw. -verschluss), 106 hämorrhagische (Schlaganfälle, die zu Blutungen führen) und 125 unspezifische Schlaganfälle.

Verglichen mit Männern, die weniger als einmal im Monat Fisch essen, war das relative Risiko (RR) für einen Schlaganfall bei Männern, die 1-3 mal im Monat Fisch essen, signifikant niedriger. Durch einen noch höheren Fischkonsum senkte sich das Erkrankungsrisiko jedoch nicht weiter. So ging das RR von 0.57 bei einem Konsum von 1-3 pro Monat nur auf 0.54 bei einem Konsum von 5 mal pro Woche zurück. Dies wurde durch mehrere Studien bestätigt.

Kein signifikanter Zusammenhang wurde zwischen dem Konsum von Fisch bzw. Omega-3-Fettsäuren und dem hämorrhagischen Schlaganfall festgestellt.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zeigen, dass ein Fischkonsum von einmal im Monat oder mehr, das Risiko für ischämischen Schlaganfall bei Männern senkt.

Quelle: He K, Rimm EB: Fish consumption and risk of stroke in men. JAMA. 2002 Dec 25;288(24):3130-6

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