Zubereitung von Säuglingsflaschennahrung
Hygiene bei der Zubereitung von Säuglingsflaschennahrung
Viele Mütter sind besorgt, bei der Zubereitung von Säuglingsflaschennahrungen etwas falsch zu machen. Im folgenden Artikel möchten wir die hygienischen Grundlagen für die Zubereitung von Säuglingsnahrungen kurz zusammenfassen.
Das reichhaltige Nährstoffangebot der Flaschennahrung sowie ihre üblichen Trink- und Warmhaltetemperaturen stellen für bestimmte Mikroorganismen (mesophil, aerob) wie z.B. Salmonella, E.coli und Shigella ein optimales Wachstumsmilieu dar. Da sich die Mikroorganismen bei diesen Bedingungen exponentiell vermehren können, sollten die Flaschen immer nur für den direkten Verbrauch zubereitet werden. Untersuchungen zeigten, dass sich bei 37 °C in einer Flasche z. B. in nur zwei Stunden aus 50 E.-coli-Keimen 25.600 Keime bilden. Auch Reste sollten nicht wieder aufgewärmt werden.
Geöffnete Packungen sollten immer wieder verschlossen und bei Temperaturen unter 25°C gelagert werden. In offen stehenden Packungen erhöht sich der eigentlich niedrige Wassergehalt (aw-Wert) des Pulvers, so dass sich die Mikroorganismen, die zum Leben Wasser benötigen, vermehren können.
Weiter ist darauf zu achten, dass das verwendete Leitungswasser immer abgekocht wird. Auch die für die Zubereitung empfohlenen Mineralwässer müssen nach der erstmaligen Entnahme ebenfalls abgekocht werden. Angebrochene Flaschen müssen im Kühlschrank gelagert werden, um eine Kontamination mit Luftkeimen auszuschließen.
Die Flaschen sollten immer gründlich gereinigt und anschließend ausgekocht werden. Auch die Schnuller sollten ausgekocht werden, da sich an deren Oberfläche mit der Zeit Produktreste absetzen können.
Quelle: Kinderärztl Praxis 6 (1997) 356-360
Weitere Informationen zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern finden Sie auf unserer Seite in der Rubrik Ernährungstipps!




