Magenkrebs … Fakten im Visier

Magenkrebs … Fakten im Visier

Magenkrebs ist in Deutschland bei Frauen die fünfthäufigste Krebserkrankung – bei Männern steht sie an sechster Stelle. Trotz rückläufiger Neuerkrankungsraten gehört Magenkrebs bundesweit mit zu den häufigsten tumorbedingten Todesursachen.

Die Häufigkeit von Magenkrebs und der Anteil der Menschen, die an dieser Krankheit sterben, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Nahezu zwei Drittel aller Fälle entfallen auf die Entwicklungsländer dieser Welt. Dies wird größtenteils auf die fehlenden Möglichkeiten der Kühlung und richtigen Lagerung von Lebensmitteln in diesen Gebieten zurückgeführt, was gleichzeitig die Verfügbarkeit von frischem Gemüse und Obst einschränkt.

Für das vermehrte Auftreten von Magenkrebs in Japan und Ostasien wird der häufige Verzehr von gesalzenen und salzhaltigen Lebensmitteln verantwortlich gemacht, da Salz dort häufig als Konservierungsmittel verwendet wird. Hier in Deutschland wird die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen auf insgesamt 18.500 geschätzt und mehr als 13.000 Menschen sterben an dieser Krebsart.

Magenkrebs - Wer ist gefährdet?

Experten gehen heute aufgrund von Forschungsergebnissen davon aus, dass das Risiko einer Entwicklung von Magenkrebs in erster Linie durch unsere Ernährung beeinflusst wird. Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass eine Ernährungsweise mit viel Gemüse und Obst vor Magenkrebs schützen kann. Wie bei den meisten Krebserkrankungen sind von Magenkrebs eher Menschen mittleren Alters und ältere Menschen betroffen. Männer haben darüber hinaus ein deutlich höheres Magenkrebsrisiko als Frauen.

Eine gesunde Ernährung ist auch deshalb so wichtig, weil sie den Auswirkungen der verbreiteten Helicobacter pylori-Infektion entgegenwirken kann. Diese Bakterien, von denen rund ein Drittel der Bevölkerung in den Industrieländern betroffen sind, verursachen zwar selbst keinen Magenkrebs, man geht aber davon aus, dass sie in Kombination mit einer ungesunden Ernährung zur Erhöhung des Risikos beitragen können.

Die Symptome von Magenkrebs

Die Symptome von Magenkrebs sind nicht immer deutlich erkennbar, insbesondere im Frühstadium. Eine Reihe von Symptomen können jedoch als Frühwarnsignale verstanden werden. Wenn eines der im folgenden genannten Symptome länger als zwei Wochen besteht, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass tatsächlich eine Krebserkrankung vorliegt, aber je früher eine solche Krankheit entdeckt und behandelt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Allgemeine Symptome bei Magenproblemen sind z. B. Appetitverlust, das Gefühl, dass sich der Magen sehr schnell füllt, Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust. Die Früherkennung von Magenkrebs ist wichtig, aber wie bei allen ernsthaften Erkrankungen gilt auch hier: Vorbeugen ist besser als Heilen. Fordern Sie zum Thema Magenkrebs das Magenkrebsfaltblatt des Weltkrebsforschungsfonds an!.

Allgemeines zum Thema Magenkrebs

Trotz der enormen Zahl der Erkrankungsfälle weltweit kann vieles getan werden, um Magenkrebserkrankungen vorzubeugen. Die Tatsache, dass das Magenkrebsrisiko durch die Ernährung günstig beeinflusst werden kann, macht Mut. Das bedeutet, dass wir selbst erheblich dazu beitragen können, unser Krebsrisiko weitgehend zu verringern.

Der Weltkrebsforschungsfonds nennt als effektivste Maßnahmen zur Senkung des Risikos von Magenkrebs die folgenden:

  • eine Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse
  • eine schonende Zubereitung von Lebensmitteln - lassen Sie Ihr Essen nicht anbrennen
  • eine Ernährung, die reich an einer Vielfalt von pflanzlichen Nahrungsmitteln ist

Vorsicht: Stark salzhaltige oder gesalzene Lebensmittel erhöhen das Magenkrebsrisiko. Das gleiche gilt möglicherweise für den regelmäßigen Verzehr von gegrilltem oder gebratenem Fisch bzw. Fleisch.

Die Änderung der Lebensweise sowie regelmäßige körperliche Bewegung können bei der Vorbeugung vieler verschiedener Krebsarten helfen. Und vergessen Sie nicht: Die meisten Magenkrebserkrankungen können durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung verhindert werden.

Quelle: Weltkrebsforschungsfonds Deutschland, Frankfurt

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