Nickelarme Diät

Nickelarme Diät

Nickel steht an erster Stelle der Kontaktallergene. Nach Untersuchungen an Hautkliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren im Jahre 2001 26% der Frauen und 5% der Männer unter 31 Jahren von einer Nickelallergie betroffen. Am häufigsten handelt es sich um eine reine Kontaktallergie. Nur bei einem Teil führt der Verzehr von nickelreichen Lebensmitteln zu Hautreaktionen. Betroffen sind meist nur diejenigen, die bereits länger und sehr stark mit Nickel sensibilisiert sind.

Nickelquellen sind:

Mode-, Silber- und Weißgoldschmuck, Knöpfe, Brillengestelle, Euro-Münzen, Zigarettenrauch, Kochgeschirr und Lebensmittel.

Feststellung der Allergie auf Nickel in der Nahrung

Wurde eine Nickelkontaktallergie festgestellt, folgt eine Analyse (Anamnese) des Patienten durch eine allergologisch erfahrenen Ernährungsfachkraft. Anschließend wird mit Hilfe eines Ernährungs- und Symptomprotokolls eine sechswöchige nickelarme Diät durchgeführt. Diese ist der individuellen Diagnose (z.B. weitere Allergien) und Ernährungsgewohnheiten anzupassen. Tritt eine deutliche Verbesserung der Nickelallergie ein, wird ein Provokationstest mit 2,5 mg Nickelsulfat veranlasst. So wird geprüft, ob diese Kostform auch therapeutisch weitergeführt werden soll. Nun folgt ein Kostaufbau, um die individuelle Toleranzschwelle zu ermitteln, unter welcher keine Symptome mehr auftreten. Eine nickelfreie Kost ist nicht möglich. Bei der nickelarmen Ernährung geht es darum, nickelreiche Lebensmittel zu vermeiden.

Nickelreiche Lebensmittel:

Lebensmittelgruppe mit Beispielen:

  • Kakaoprodukte: Kakaopulver, Schokolade
  • Hülsenfrüchte: Sojabohne, Linse, Bohne, Erbse,
  • Nüsse und Samen: Erdnuss, Pekannuss, Cashew-Kerne, Mandel,
  • Haselnuss, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mohn
  • Getreideprodukte: Haferflocken, Getreidekörner, Vollkornbrot
  • Kohlgemüse: Blumenkohl, Brokkoli
  • Schalentiere: Muscheln je nach Sorte und Fanggebiet

(mod. nach Souci, Fachmann, Kraut 2000; Knezevic 1985, Scherz 1997)

Grundsätzlich enthalten pflanzliche Produkte mehr Nickel als tierische.

Weitere Tipps:

  • Während der nickelarmen Diät wird empfohlen, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte zu schälen, da sich Nickel besonders in der Haut bzw. der Schale anreichert.
  • Auch sollte auf das Kochgeschirr geachtet werden. Stahltöpfe enthalten Nickel, welches besonders bei der Zubereitung säurehaltiger Lebensmittel frei gesetzt wird. Am besten geeignet ist Kochgeschirr aus Glas, Keramik, Ton, Teflon oder Emaille.
  • Kaffee aus der Kaffeemaschine kann bis zu zehnmal mehr Nickel enthalten, als selbst aufgebrühter Kaffee.
  • Während der nickelarmen Diät ist außerdem der intensive Hautkontakt mit nickelhaltigen Gegenständen und Zigarettenrauch zu vermeiden.

Quelle: DGE

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Seite im Kapitel Nahrungsmittelallergien

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