Stellungnahme: "Taurin in der Sporternährung"
Stellungnahme des DGE-Arbeitskreises "Sport und Ernährung" zu "Taurin in der Sporternährung"
PD Dr. K. Baum, Dr. L. Brechtel, Prof. Dr. H. Erbersdobler, Prof. Dr. M. Hamm, Dr. D. König, Dr. Elisabeth Lautermann-Sutter, Dr. K.-J. Moch, Dr. H. Oberritter, Dr. Alexandra Schek, Prof. Dr. P. Stehle
Die Werbung suggeriert, Taurin als Bestandteil von "Energy-Drinks" fördere beim Menschen sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit. Es sind jedoch bisher keine gut kontrollierten Studien bekannt, die eine positive Wirkung von Taurin-Präparaten auf die körperliche Leistungsfähigkeit oder das Konzentrationsvermögen bei Gesunden und Patienten zeigen. Eine Zufuhr von Taurin kann deshalb derzeit, insbesondere auf Grund der möglicherweise bestehenden gravierenden Nebenwirkungen, nicht empfohlen werden. Bis wissenschaftliche Untersuchungen nicht die Unbedenklichkeit einer zusätzlichen Taurinaufnahme auch bei körperlicher Belastung erbringen, ist gegenteilig hiervon sogar abzuraten. Die oftmals subjektiv verspürten positiven Effekte sind auf Placeboeffekte oder auf die anderen Inhaltsstoffe der "Energy-Drinks" (z.B. Koffein) zurückzuführen. Der in der Stiergalle (lat. taurus = Stier) in hoher Konzentration vorkommende Stoff verleiht "Energy-Drinks" eher ihren charakteristischen Geschmack, als Sportlern (s)tierische Kräfte.
Quelle: DGE-info 8 (2001); 116-118
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