Margarine, Blutfette und Thrombozytenaggregation
Einfluss von angereicherter Margarine auf Blutfette, Thrombozytenaggregation und Fibrinogenspiegel bei jungen Männern
Die Effekte von Margarine, die mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-6-Fettsäuren, PUFA), Pflanzensterinen oder -stanolen angereichert wurden, auf die Verringerung des LDL-Cholesterins, wurden weitgehend erforscht. Jedoch ist ihre Auswirkung auf die Konzentration des Fibrinogens und auf die Thrombozytenaggregation noch wenig erforscht.
An der vorliegenden Untersuchung waren 42 gesunde männliche Kursteilnehmer mit einem Altersdurchschnitt von 23,7 +/- 1,6 Jahren beteiligt, die sich während der Studie nach bestimmten Richtlinien ernähren und ein bestimmtes Sport-Programm absolvieren mussten.
Nach einer standardisierten Kost mit 30 Gramm Butter täglich, auf zwei Portionen verteilt, wurden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen unterteilt. In der ersten Gruppe wurde die Butter durch die gleiche Menge an PUFA-Margarine ersetzt, während die zweite Gruppe mit Pflanzensterinen angereicherte Margarine an Stelle von Butter erhielt.
Die Teilnehmer, die die Margarine mit Sterinen verzehrten, zeigten eine signifikante Abnahme (11 %) des LDL-Cholesterins. Die Margarine, die reich an ungesättigten Fettsäuren war, führte zu einer 6%-igen Verringerung des LDL-Cholesterins, mit einer gleichzeitigen 3%-igen Verringerung des HDL-Cholesterins.
Beide Arten von Margarine erhöhten die Konzentration von Fibrinogen, ohne jedoch den normalen mittleren Wert von 2,8 g/l zu übersteigen.
Nach dem Verzehr der Margarine, die mit Sterinen angereichert war, war die Adhäsions- und Aggregationszeit der Blutplättchen (Thrombozyten) nach Kollagen-Adrenalin-Aktivierung verzögert. Durch die aggregationshemmende Wirkung und die Verringerung des LDL-Cholesterins kann mit Sterinen angereicherte Margarine eine wichtige Rolle bei der nicht-pharmakologischen Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten spielen.
Quelle: Metabolism. 2003 Nov;52(11):1373-8




