Vitamin E-Spiegel und Depressionen
Kein Zusammenhang zwischen Vitamin E-Spiegel und Depressionen
Gegenstand
Mittels einer Stichproben-Studie wurde der angebliche Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin E-Spiegel und depressiven Symptomen untersucht.
Methode
Grundlage der Studie bildet eine Stichprobe von 3884 Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter, die an der dritten Messung der Rotterdamer Studie teilnahmen. Sie wurden aufgrund ihrer depressiven Symptome, die mit Hilfe der "Epidemiologischen Studien Depressions-Skala" ermittelt wurden, ausgewählt. Ferner lagen ihre Blutproben vor. Alle Probanden waren bereits in psychiatrischer Behandlung.
Verglichen wurden die Vitamin E-Spiegel von 262 Personen mit depressiven Symptomen und 459 zufällig ausgewählten Probanden.
Bei den Untersuchungen wurden Geschlecht, Alter, Cholesterinwerte, kognitiver Stand, Rauchen, Konsum von Supplementen, Familienstand und Invalidität berücksichtigt.
Ergebnis
Wenn nur das Alter berücksichtigt wurde, war der Vitamin E Spiegel von Männern mit depressiven Verstimmungen niedriger als der nicht-depressiver Männer. Dagegen wurde bei Frauen ein solcher Unterschied nicht gefunden. Nach der Kontrolle der biologischen Faktoren waren die Unterschiede zwischen den Männern wesentlich schwächer und sie verschwinden, wenn zusätzlich auch das Ernährungsverhalten und sozialen Faktoren berücksichtigt werden. Überhaupt keine Unterschiede wurden beobachtet, wenn strikt nach den Vorschriften der DSM IV-Kriterien für Depressionen vorgegangen wird.
Schlussfolgerung
Nach der Kontrolle verschiedener biologischer und verhaltensabhängiger Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen, konnte kein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin E-Spiegel und depressiven Symptomen oder Depressionen im Alter bestätigt werden.
Quelle: Tiemeier H. u.a. : Vitamin E and depressive symptoms are not related. The Rotterdam Study Oct. 2002




