Adiponectinspiegel und das Herzinfarktrisiko bei Männern
Adiponectinspiegel und das Herzinfarktrisiko bei Männern
Einleitung
Adiponectin ist ein kürzlich identifizierter, von Fettzellen gebildeter Eiweißstoff, der die Insulinwirkung und Fettoxidation beeinflusst und damit möglicherweise auch bei der Entstehung von Arteriosklerose und KHK eine Rolle spielt. Die Studie sollte klären, ob es einen Zusammenhang zwischen den Plasmakonzentrationen von Adiponectin und dem Risiko eines Herzinfarkts einen Zusammenhang gibt.
Methodik
Die Probanden wurden aus den männlichen Teilnehmern der "Health Professionals Follow-up Study" zwischen 40 und 75 Jahren rekrutiert, die zum Zeitpunkt der Blutentnahme (1993-95) keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen.
Ergebnisse
Die Personen mit den höchsten Adiponectinspiegeln hatten im Vergleich zu den Probanden, die erniedrigte Konzentrationen aufwiesen, ein signifikant geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Diese Beziehung war unabhängig von Alter, Rauchgewohnheiten, BMI, körperliche Aktivität, Alkoholkonsum, Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Auch der HbA1c-Wert, ein Langzeitblutzuckerwert, und das C-reaktive Protein, ein Entzündungsmarker, änderten an dieser Tatsache nichts. Eine leichte Anhängigkeit bestand lediglich zur HDL- und LDL-Cholesterin-Konzentration.
Zusammenfassung
Erhöhte Adiponectin-Konzentrationen im Blutplasma sind mit einem niedrigeren Herzinfarktrisiko bei Männern assoziiert. Dieser Effekt kann nur teilweise durch die unterschiedlichen Blutfette erklärt werden und ist unabhängig von Entzündungsreaktionen und Blutzuckereinstellung.
Quelle: Pischon T, Girman CJ, Hotamisligil GS, Rifai N, Hu FB, Rimm EB: Plasma adiponectin levels and risk of myocardial infarction in men. JAMA. 2004 Apr 14;291(14):1730-7




