Bio-Lebensmittel erleben Aufschwung

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Freitag, 23. März 2012

F√ľr den Markt mit Bio-Lebensmitteln stehen die Zeichen auf Wachstum. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2010 haben sich die Ums√§tze von 2,05 Milliarden Euro auf rund 5,9 Milliarden Euro verdreifacht. Dahinter stehen nicht nur steigende Verkaufserl√∂se und h√∂here Preise, sondern auch eine Zunahme der Produktionsfl√§che und der Anzahl der √∂kologisch produzierenden Betriebe.

Bio-Lebensmittel
© Skycladd

Die vom Bundeslandwirtschaftsministerium beauftragte √Ėkobarometer-Studie stellte fest, dass viele unter 30-J√§hrige (71 Prozent), aber auch die gesamte deutsche Bev√∂lkerung √ľber alle Altersstufen hinweg beim Einkauf zumindest gelegentlich zu Bio-Produkten greift (76 Prozent). Dabei werden vor allem Eier und Milchprodukte, Obst und Gem√ľse sowie Kartoffeln und Brot gekauft und das am h√§ufigsten im konventionellen Supermarkt (84 Prozent) und beim Discounter (63 Prozent). Die Nachfrage ist so gro√ü, dass die Inland-Produktion diese nicht ausreichend decken kann, weshalb Importe notwendig werden. Um die Inland-Produktion zu f√∂rdern, wurden die staatlichen Beihilfen f√ľr die √∂kologische Landwirtschaft auf Initiative des Bundesagrarministeriums nach Aussage des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft und Verbraucherschutzes deutlich erh√∂ht.

Trotz zunehmender Internationalisierung des Bio-Marktes gibt Dr. Gerd M√ľller, Parlamentarischer Staatssekret√§r bei der Bundeslandwirtschaftsministerin zu Bedenken, dass „Bio (…) seine Wurzeln traditionell in der Region (hat). Das ist eine St√§rke, die bei aller Weltoffenheit nicht verloren gehen sollte.“ Regionalit√§t wird von Konsumenten vielfach als ein Grund f√ľr den Vorzug von Biolebensmitteln genannt. Neben einer Unterst√ľtzung der Region begr√ľnden K√§ufer Ihre Entscheidung h√§ufig mit dem Wunsch nach einer artgerechten Tierhaltung und geringeren Schadstoffemissionen. Auch einer gesunden Ern√§hrung in der Schwangerschaft und der Kinder messen die K√§ufer eine zunehmende Bedeutung bei. W√§hrend 2009 noch 70 Prozent aus diesem Grund biologisch erzeugte Lebensmittel kauften waren es 2010 bereits 79 Prozent.

Quellen einblenden

  • BMELV (15.2.2012): Bioprodukte sind weltweit auf Wachstumskurs. Parlamentarischer Staatssekret√§r Dr. Gerd M√ľller er√∂ffnet BioFach 2012 in N√ľrnberg. Presseinformation des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • BMELV (10.02.2012): Bioprodukte immer beliebter – vor allem bei j√ľngeren Verbrauchern. „√Ėkobarometer 2012“: Konsumenten sch√§tzen klare Angaben zur Herkunft. Presseinformation des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • BMELV (13.02.2012): Landwirtschaftsministerin Aigner: Bei „Bio“ stehen die Zeichen auf Wachstum. Positive Aussichten begleiten die Er√∂ffnung der Fachmesse „Biofach“. Presseinformation des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • BMELV (13.02.2012): Kleinere Ernte, h√∂here Erl√∂se. Biolandwirte blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zur√ľck. Presseinformation des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

verfasst von am 23. März 2012 um 07:19

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