Ein voller Erfolg: Lebensmittelwarnung.de feiert ersten Geburtstag

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Donnerstag, 8. November 2012

Seit einem Jahr haben Verbraucher die M√∂glichkeit, sich aktuell √ľber Lebensmittelwarnungen und R√ľckrufaktionen in Deutschland zu informieren. Mit der Gr√ľndung des Portals „lebensmittelwarnung.de“ wurde der Grundstein gelegt f√ľr mehr Transparenz im Lebensmittelbereich, was angesichts der immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale und ihrer Gefahren f√ľr die Gesundheit dringend erforderlich ist.

Eier
© saecker

Am 2. November warnte das Portal vor erh√∂hten PCB-Gehalten in Bio-H√ľhnereiern (Erzeugercode: 0-DE-0358591).

√úber drei Millionen Besucher verzeichnete die Internetseite lebensmittelwarnung.de, seit sie vor einem Jahr in Betrieb genommen wurde. Und 3.000 Besucher nutzen den erweiterten Service und lassen sich zeitnah √ľber Twitter bei neu eingehenden Meldungen warnen. „Das Portal kommt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern gut an. Sie erhalten dadurch direkte Informationen √ľber unsichere Lebensmittel, die m√∂glicherweise in Umlauf geraten sind“, zieht Dr. Helmut Tschiersky-Sch√∂neburg, Pr√§sident des Bundesamtes f√ľr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Bilanz. Im vergangenen Jahr wurden an dieser Stelle insgesamt 106 Warnungen ver√∂ffentlicht.

F√ľr Cornelia Pr√ľfer Storcks, derzeitige Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, ist lebensmittelwarnung.de ein Musterbeispiel f√ľr √ľberregionale Zusammenarbeit und Informationsaustausch: „Mit www.lebensmittelwarnung.de erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher bundesweit auf einen Blick alle wichtigen Informationen, die von den zust√§ndigen Beh√∂rden in den L√§ndern direkt online gestellt werden. Gerade weil Lebensmittel in den seltensten F√§llen nur in einer bestimmten Region vermarktet werden, ist es sinnvoll, dass Verbraucher solche wichtigen Informationen schnell und geb√ľndelt erhalten.“

Der Erfolg des Verbraucherportals bewog die Betreiber, die Bundesl√§nder und das Bundesamt f√ľr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, dazu, das bisherige Informationsangebot auszubauen. In Zukunft wird an dieser Stelle nicht nur vor Krankheitserregern oder gef√§hrlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln gewarnt, sondern auch vor gesundheitssch√§dlichen Bedarfsgegenst√§nden wie Geschirr, Spielzeug, Reinigungsmitteln und kosmetischen Mitteln. Au√üerdem wird es in naher Zukunft auch m√∂glich sein, sich per Email-Newsletter oder RSS-Feed √ľber neu eingetroffene Warnungen benachrichtigen zu lassen.

F√ľr die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner ist das Portal lebensmittelwarnung.de ein entscheidender Baustein f√ľr mehr Transparenz in der Lebensmittelkontrolle. Anl√§sslich des einj√§hrigen Bestehens der Internetseite wies Aigner au√üerdem darauf hin, dass inzwischen per Gesetz weitergehende Ver√∂ffentlichungspflichten und -rechte f√ľr die L√§nderbeh√∂rden geschaffen wurden. Bleibt zu hoffen, dass diese Ver√∂ffentlichungsrechte auch genutzt werden. Der interessierte Verbraucher w√ľrde sich sicher auch √ľber Informationen zur Hygiene in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben und in der Gastronomie freuen. Hier hat Deutschland noch deutlichen Nachholbedarf.

Quelle:
Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2012):
Verbraucherportal Lebensmittelwarnung.de wird erweitert. Ein Jahr nach dem Start ziehen die Betreiber eine positive Bilanz. Pressemitteilung Nr. 301 vom 18.10.2012.

verfasst von am 8. November 2012 um 06:57

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