GRVS-Tagung 2010 in Freudenstadt – Teil 1

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Montag, 26. Juli 2010

„Grenzen überschreiten – Horizonte erweitern“
Netzwerke in der medizinischen Rehabilitation

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Dieses Thema ist ebenso facettenreich wie die Berufsbilder, die mit der medizinischen Rehabilitation in Berührung kommen. Referenten unterschiedlichsten Hintergrunds leisteten einen Beitrag zu dem oben genannten Thema auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (GRVS) im Juli 2010 in Freudenstadt. Dabei stand die Nachsorge von Pankreas-Erkrankungen, Adipositas und Diabetes mellitus im Vordergrund. Die Referenten schlossen Mediziner ebenso ein wie Richter, Pädagogen, Psychologen, Diätassistenten und Sporttherapeuten. Um Sie an diesen aktuellen Entwicklungen teilhaben zu lassen, stellen wir Ihnen ausgesuchte Beiträge zusammengefasst vor.

Teil 1: Themengebiet Ernährungsmedizin


Arteriosklerose – Weniger Entzündungen durch gezielte Ernährung

Dies war die Botschaft von Ernährungsmediziner Professor Olaf Adam. Kurzfristige Entzündungen schützen den Körper, indem sie Fremdstoffe, Krankheitserreger und geschädigtes Gewebe beseitigen. Chronische Entzündungen hingegen führen zu Arterienverkalkung. Adam erklärte, dass Inhaltsstoffe in Obst, Gemüse und fettem Fisch Botenstoffe hemmen, die im Körper Entzündungen auslösen.

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Ein langes Leben durch Ernährung

Verlängert Ernährung das Leben? Diese Frage stellte sich Professor Udo Rabast auf der 18. GRVS-Jahrestagung in Freudenstadt im Juli 2010. Rabast stellte fest, dass ein langes Leben neben den Genen auch von der Ernährung beeinflusst wird. Hungern, Vegetarismus und die Mittelmeer-Ernährung wurden von ihm als mögliche lebensverlängernde Maßnahmen besprochen.

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Zu beachten: Ernährung bei Krebs-Patienten

Darauf wies Dr. Gudrun Zürcher auf dem GRVS-Kongress hin. Gewichtsverlust und Mangelernährung finden sich häufig bei Krebskranken. In Folge von Entzündungen werden Fettreserven und Muskeln abgebaut. Dies abzuwenden ist ausschlaggebend, denn jeder vierte Tumorpatient stirbt aufgrund des Gewichtsverlustes. Ob der Tumor durch einen erhöhten Fettanteil in der Nahrung langsamer wächst, wird noch erforscht.

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Mangelernährung, was nun…?

Eine Mangelernährung bedeutet nach Christiane Fabritz, dass der Körper unzureichend mit Energie und Eiweiß, evtl. auch Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist. Betroffen seien meist Senioren, Krebskranke, Menschen mit längeren oder schweren Erkrankungen und Intensivpatienten. Mangelernährte bekommen Energie- und Nährstoff-dichte Lebensmittel zur Wiederherstellung.

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Diabetes mellitus Typ 3c, wie behandeln…?

Dies war das Thema von Dr. Fischer auf der GRVS-Tagung 2010 in Freudenstadt. Diese seltene Form des Diabetes mellitus entstehe aus vielen verschiedenen Gründen. Der Arzt behandle den Diabetes mellitus Typ 3c meist mit Insulin. Wichtig sei, dass er dabei die auslösende Erkrankung berücksichtigt.

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Magenoperation bei Adipösen – Als letzte Wahl erfolgreich

Die Zahl Übergewichtiger steigt. Der Leidensdruck der Betroffenen ist hoch und auf das Übergewicht folgen viele Krankheiten. Wenn übliche Therapien scheitern, rücken Operationen ins Blickfeld. Der langzeitliche Erfolg wird dabei durch eine umfangreiche Nachsorge gestärkt. Dr. Thomas Horbach referierte zu diesem Thema auf der 18. GRVS-Jahrestagung in Freudenstadt.

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Ernährung bei kranker Bauchspeicheldrüse

Bei einer chronischen Bauchspeicheldrüsen-Entzündung und nach einer Pankreasoperation gilt weiterhin die Empfehlung sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Empfindlichen Patienten kann es helfen, auf blähende und schlecht verträgliche Lebensmittel zu verzichten. Tabletten werden notwendig, wenn die Bauchspeicheldrüse nur ungenügend oder keine Verdauungsenzyme herstellen kann. Zu diesem Thema referierte die Ernährungsberaterin Marita Overbeck aus Bad Driburg.

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Depressive Diabetiker – häufig wird die Depression übersehen…

Denn Müdigkeit und Erschöpfung, so Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Mergentheim, werden auf die Krankheit geschoben. Jeder 4. Diabetiker ist zumindest leicht depressiv, wodurch depressive Verstimmungen Diabetiker stärker betreffen als Nicht-Diabetiker. Die Stimmung ist gedrückt durch das gestörte Gleichgewicht von Botenstoffen, den niedrigen Blutzucker und die empfundene Belastung. Endet dies in einer Depression, verstärken sich typische Diabetes-Beschwerden.

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Lehrküche veranstalten

Christiane Kling vermittelte auf der GRVS-Tagung 2010 in Freudenstadt, dass Kochen zu können wichtig sei, um ernährungstherapeutische Empfehlungen umzusetzen. Selbst zu kochen bedeute für die Patienten auch, selbst beeinflussen zu können, was in der verzehrsfertigen Speise landet. In Lehrküchen können Fachkräfte die nötigen Kenntnisse vermitteln.

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Ocreotid gegen Sturzentleerungen des Magens

Viele Patienten leiden nach Magen-Operationen an Sturzentleerungen flüssiger und fester Nahrung vom Magen in den Dünndarm. Ernährungsempfehlungen und Medikamente helfen vielen Patienten weiter. Dr. Gero Steimann vom Reha-Zentrum Mölln weist darauf hin, dass sich hierbei in schwierigen Einzelfällen auch das Medikament Ocreotid als hilfreich erwiesen hat.

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Teil 2 der Serie

Teil 3 der Serie

verfasst von am 26. Juli 2010 um 12:44

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