Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe z√§hlen zusammen mit den S√ľ√üstoffen zu den in der EU-zugelassenen S√ľ√üungsmitteln. Chemisch betrachtet sind sie sogenannte Zuckeralkohole (Polyole). Zuckeraustauschstoffe haben keinen oder nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und werden ohne Insulin im Stoffwechsel verwertet. Die meisten Zuckeraustauschstoffe haben keine oder nur eine sehr geringe kariogene (Karies f√∂rdernde) Wirkung.

Zuckeraustauschstoffe werden f√ľr die Herstellung von zuckerreduzierten oder zuckerfreien Lebensmitteln verwendet. Die Europ√§ische Beh√∂rde f√ľr Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte bzgl. dem Einsatz von Zuckeraustauschstoffen in Lebensmitteln keine gesundheitlichen Bedenken. Daher ist f√ľr diese S√ľ√üungsmittel keine maximale t√§gliche Aufnahmemenge festgelegt (ADI-Wert). Da sie in gr√∂√üeren Mengen abf√ľhrend wirken, k√∂nnen sie allerdings nicht grenzenlos einem Lebensmittel zugesetzt werden. Tafels√ľ√üen und Lebensmittel, die mehr als 10% Zuckeraustauschstoffe enthalten, m√ľssen daher mit dem Hinweis "kann bei √ľberm√§√üigem Verzehr abf√ľhrend wirken" gekennzeichnet sein. Osmotische Durchf√§lle sind bis zu einer t√§glichen Aufnahme von 20 g/Tag unwahrscheinlich.

Zu den 8 zugelassenen Zuckeraustauschstoffen zählen Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Isomalt (E 953), Polyglycitolsirup (E 964), Maltit (E 965), Lactit (E 966), Xylit (E 967) und Erythrit (E 968).

 

Quellen:
(1) Bundesinstitut f√ľr Risikobewertung, Bewertung von S√ľ√üstoffen und Zuckeraustauschstoffen vom 01. Juli 2014

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