Lebensmittelbestrahlung

Bestrahlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen, um den Gehalt an Mikroorganismen zu reduzieren, Insekten und Parasiten abzutöten und die Keimung bestimmter Lebensmittel (Kartoffeln, Zwiebeln) zu verzögern.

Die gesetzliche Regelung zur Lebensmittelbestrahlung ist in den einzelnen L√§ndern unterschiedlich. In der Europ√§ischen Gemeinschaft ist bisher nur die Bestrahlung von "getrockneten aromatischen Kr√§utern und Gew√ľrzen" zugelassen. Sechs weitere Mitgliedsl√§nder (Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen und Vereinigtes K√∂nigreich) haben noch weitere Zulassungen aufrecht erhalten.

Die gesundheitliche Zutr√§glichkeit bestrahlter Lebensmittel ist nachgewiesen, unabh√§ngig von der Art des Lebensmittels und der H√∂he der Strahlendosis. Allerdings ist die ionisierende Bestrahlung nicht f√ľr jedes Lebensmittel geeignet, und es kann bei zu hoher Dosis zu unerw√ľnschten Ver√§nderungen kommen. Gegner der Lebensmittelbestrahlung bezweifeln diese wissenschaftlichen Befunde und verweisen darauf, da√ü noch keine Langzeituntersuchungen bei Menschen durchgef√ľhrt wurden, die gr√∂√üere Mengen bestrahlter Lebensmittel verzehren.

Am h√§ufigsten wird die Lebensmittelbestrahlung bei Gew√ľrzen angewendet. In den USA wird sie auch zur Bestrahlung von Hamburgern eingesetzt, um die Verbraucher vor einer Erkrankung durch einen gef√§hrlichen Mikroorganismus zu sch√ľtzen. Au√üerdem d√ľrfen in die s√ľdlichen Gebiete der USA keine unbehandelten Fr√ľchte (z.B. aus Hawaii) eingef√ľhrt werden; hier ersetzt die Bestrahlung bereits die chemische Behandlung oder das Tauchen in hei√ües Wasser, wobei die anhaftenden Insekten (Fruchtfliege) abget√∂tet werden.

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