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Wie geht es uns morgen? Wege zu mehr Effizienz in einem solidarischen Gesundheitswesen

Beschreibung: Man sagt, im alten China seien Ärzte nicht dafür bezahlt worden, dass sie Patientinnen und Patienten heilten. Sie erhielten umgekehrt solange Geld, wie die ihnen Anvertrauten nicht krank wurden. Auch dieses Vergütungsmodell hat Schwächen - so könnten Ärzte versucht sein, die Behandlung chronisch Kranker zu vermeiden. Aber eine wichtige Botschaft verbindet sich mit ihm: Die Anreize innerhalb eines Gesundheitssystems sollten so gesetzt sein, dass es sich für die Gesundheitsberufe und -einrichtungen lohnt, ihre Leistungen so auszugestalten und einzusetzen, dass für die Patientinnen und Patienten ein möglichst hoher Gesundheitsnutzen entsteht.

Diesem Anspruch wird das deutsche Gesundheitswesen nicht gerecht. Statt den klugen Ressourceneinsatz zu belohnen, werden Fehlanreize ausgelöst. Die Versorger werden in die Versuchung gebracht, die Zahl ihrer abgerechneten Leistungen aus ökonomischen Gründen zu steigern. Krankenkassen werden verleitet, in Marketing statt in leistungsfähige Versorgungsformen zu investieren. Patientinnen und Patienten verhalten sich bisweilen passiv, statt aktiv an der Bewältigung der eigenen Krankheit mitzuwirken. Auch die immer neuen bürokratischen Detailregulierungen, die gegen diese Fehlanreize angestrengt werden, führen selten zu einem Mehr an Gesundheit.

Die Fachkommission Gesundheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung hat sich mit der Frage beschäftigt: Wie müssen die Anreize im Gesundheitswesen gesetzt werden, damit das System aus sich selbst heraus mehr Gesundheit zu vertretbaren Kosten hervorbringt? Auf einer Fachtagung werden die Empfehlungen der Fachkommission Gesundheitspolitik vorgestellt und diskutiert.
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung
Ort: Berlin
Beginn: Montag, 11.02.2013, 12:00
Ende: Montag, 11.02.2013, 18:00
Programm (pdf): anzeigen
Fortbildungspunkte: ÄK: -, VDOE/DGE: -, VDD: - (z.T. beantragt)

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