Diäten - Übergewicht

Was ist "√úber"-Gewicht?

Nicht das Gewicht allein, sondern der Körperfettanteil bestimmt, ob jemand zu viele Kilos auf die Waage bringt. Denn Übergewicht setzt laut WHO eine exzessive Zunahme des Körperfetts voraus. Dieses Zuviel an Körperfett wiederum könne nachteilig auf die Gesundheit wirken, weshalb die WHO sehr starkes Übergewicht auch als Krankheit einstuft.

Der Body-Mass-Index, der Gewicht und H√∂he ins Verh√§ltnis setzt und diesen Quotienten einer Gewichtskategorie - Untergewicht (BMI < 18 Kilogramm pro Quadratmeter), Normalgewicht (BMI = 18-24 Kilogramm pro Quadratmeter) oder √úbergewicht (BMI > 25 Kilogramm pro Quadratmeter) zuordnet, sei das wohl n√ľtzlichste Ma√ü zur Sch√§tzung des K√∂rperfetts, meint die WHO.

Da es den K√∂rperfettanteil aber nicht direkt erfasst, sind Irrt√ľmer nicht auszuschlie√üen, weshalb der BMI keine abschlie√üende Bewertung erlaubt. Weil vor allem Fett, dass sich in gro√üen Mengen im Bauchbereich gebildet hat, als gesundheitlich bedenklich gilt, ist der Taillenumfang ein sinnvolles zus√§tzliches Ma√ü.

Ein Taillenumfang √ľber 94 Zentimetern bei M√§nnern und √ľber 80 Zentimetern bei Frauen weist dabei auf ein erh√∂htes Risiko f√ľr Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Bei √ľber 102 Zentimetern bei M√§nnern und √ľber 88 Zentimetern bei Frauen gehen Experten von einem deutlich erh√∂hten Risiko aus. Wenn der Bauchfettanteil vermehrt ist, unterst√ľtzt Abnehmen die Gesundheit.

Warum sollten (stark) √úbergewichtige abnehmen?

Menschen mit Übergewicht (BMI>25 Kilogramm pro Quadratmeter) oder Adipositas (BMI>30 Kilogramm pro Quadratmeter) haben ein höheres Risiko, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen, insbesondere bei entsprechender familiärer Disposition. Bestimmte Karzinome (zum Beispiel Brustkrebs bei Frauen), hormonelle Störungen, Arthritis, Gallensteine, eine Fettleber und Depressionen finden sich bei schwergewichtigen Menschen häufiger, denn gleichzeitig mit dem Gewicht steigt oder sinkt auch das Erkrankungsrisiko.

Zwar scheint sich ein Mehr an Gewicht nach Ergebnissen neuerer Studien nur im Fall einer ausgeprägten Adipositas nachteilig auf die Lebenserwartung auszuwirken. Jedoch haben Menschen mit erhöhtem Körperfettanteil ein größeres Erkrankungsrisiko, was wiederum die Lebensqualität schmälert.

Doch kleine Abnehmerfolge wirken bereits: Schon bei einer Gewichtsreduktion um f√ľnf Prozent verbessern sich in der Regel die Stoffwechselwerte deutlich und damit verbunden sinkt das Erkrankungsrisiko.

Wann √úbergewicht kein Grund zum Abnehmen ist ...

F√ľr diese allgemeinen Empfehlungen zur Gewichtsabnahme gibt es Ausnahmen. Nicht abnehmen m√ľssen zum Beispiel Menschen, die verst√§rkt Sport zum Muskelaufbau machen und deren Gewicht durch die erh√∂hte Muskelmasse oberhalb eines "normalen K√∂rpergewichts" liegt.

Auch nicht abnehmen sollten Menschen jenseits der 65, denn bei diesen scheint eine Gewichtsreduktion der Gesundheit nicht nur wenig förderlich, sondern ganz im Gegenteil dieser sogar abträglich zu sein. Auch bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen oder bei Krebserkrankungen ist es nicht angebracht, das Körpergewicht gewollt zu senken.

Gewicht abnehmen, aber wie?

Die eigentliche Herausforderung besteht weniger darin, Gewicht abzunehmen, als das reduzierte Gewicht langfristig zu halten.

Zwei Etappen

Gewichtsabnahme

Besser als kurzfristig viel Gewicht zu verlieren, ist es, in kleinen Schritten ans Ziel zu kommen. Dies l√§sst sich am besten √ľber kleinere Portionen und einen geringeren Verzehr energiedichter Lebensmittel erreichen. Gleichzeitig sollte der Bewegungsanteil im Alltag erh√∂ht werden.

Gewichtskontrolle

Nach einer Gewichtsabnahme oder eigentlich auch schon während dieser Zeit besteht das wichtigste Ziel darin, das jeweils aktuell erreichte Gewicht zu halten. Dazu muss die Ernährung umgestellt werden, denn das alte Ernährungsmuster hat in aller Regel zu einer Zunahme beigetragen.

Wichtig ist, dass eine langfristig ausgelegte Ernährungsweise ausgewogen gestaltet ist. Neben einer gesunden Mischkost kann auch eine vegetarische Ernährung oder eine Vollwert-Ernährung eine ausgewogene Ernährung ermöglichen.

√úbrigens: Eine gesunde, ausgewogene Ern√§hrung und ausreichend Bewegung sind unabh√§ngig vom K√∂rpergewicht f√ľr jeden eine sinnvolle Empfehlung.

Mehr zum Thema "gesundes Abnehmen" erfahren Sie im Kapitel √úbergewicht.