Diäten - Formula-Diäten, Fasten

Formula-Diäten

Formula-Diäten stützen sich auf industriell gefertigte Nährstoffgemische mit definiertem Energie- und Nährstoffgehalt. Die Gemische werden als Pulver oder Granulat in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Sie können mit Wasser oder Milch zu einer Suppe oder einem Drink angerührt werden. Auch fertige Getränke oder Riegel sind auf dem Markt.

Bevor mit einer Formula-Diät begonnen wird, sollte eine ärztliche Zustimmung eingeholt werden. Formula-Diäten sind eine bequeme, wenn auch eintönige Methode, um schnell an Gewicht zu verlieren. Wird die Ernährung nicht spätestens nach drei Monaten auf eine leicht kalorienreduzierte Mischkost umgestellt, können anfängliche Erfolge allerdings ebenso schnell wieder missglücken.

Zum vollständigen Nahrungsersatz sind die Produkte nur vorübergehend geeignet. Wenn zwei Mahlzeiten durch Formula-Produkte ersetzt werden, sollte diese Maßnahme auf einen Zeitraum von drei bis höchstens sechs Monaten begrenzt werden. Wird lediglich eine Mahlzeit ersetzt, können die Produkte auch länger angewandt werden.

Wichtig ist es, auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei Litern am Tag zu achten und mehr Sport zu machen. Eine ausschließliche Ernährung über Formula-Produkte kann zu schweren Nebenwirkungen führen, in diesem Fall sind regelmäßige ärztliche Kontrollen unbedingt notwendig.

Bewertung: kurzzeitig, nur unter ärztlicher Aufsicht

Fasten

Fasten wurde ursprünglich als Reinigung des Körpers und der Seele angesehen und war religiös motiviert. Heute wird Fasten meist als Maßnahme zur sogenannten "Entschlackung" bezeichnet. Es soll allen möglichen Krankheiten vorbeugen oder diese kurieren.

Bislang bleibt das Fasten den Nachweis schuldig, präventiv oder heilend zu wirken. Im gesunden Körper gibt es keine Ansammlung von sogenannten "Schlacken". Nicht verwertbare Stoffe werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über die Nieren ausgeschieden.

Totales Fasten (Null-Diät)

Beim totalen Fasten gibt es nichts außer energiefreien Getränken wie Wasser oder ungesüßten Tee. Dabei ist die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit (zwei bis drei Liter pro Tag) essentiell, um Stoffwechselendprodukte auszuscheiden. Ohne die zusätzliche Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten riskiert der Fastende einen Mangel an essentiellen Nährstoffen.

Totales Fasten ist zum nachhaltigen Abnehmen weniger geeignet und sollte stets von einem Arzt begleitet werden.

Bewertung: nur unter ärztlicher Aufsicht

Saftfasten

Beim Saftfasten wird die Nahrung innerhalb von drei Tagen stufenweise reduziert. Danach gibt es nur noch Obst- und Gemüsesäfte sowie warme Gemüsebrühe und Kräutertee mit Honig. Eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag sollten es außerdem sein. Auf das Saftfasten folgt eine Aufbaukost.

Bewertung: nur unter ärztlicher Aufsicht

Schroth-Kur

Die Schroth-Kur versteht sich als eine "natürliche Heilmethode". Sie geht auf den Fuhrmann Johann Schroth zurück, der damit angeblich seine Knieverletzung kurierte.

Bei der Schroth-Kur gibt es hauptsächlich Reis-, Grieß- und Haferspeisen sowie reichlich Kräuterwein und Pflaumen. Letztere sollen die Darmtätigkeit regulieren. Trockene, ungesalzene Brötchen können unbegrenzt gegessen werden. Wein ist in wechselnden Mengen als Getränk erlaubt, Wasser und Fruchtsaft dagegen sind generell verboten. Schwitzkuren und Sonnenbäder sollen den Wasserverlust unterstützen.

Einige Kureinrichtungen behandeln Rheuma, Gicht, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Schroth-Kur. Einseitig und mit starken Flüssigkeitsverlusten verbunden kann diese Kur allerdings zu einem Eiweiß-, Vitamin- oder Mineralstoffmangel führen. Auch sind Alkohol und Schwitzkuren bei Kreislaufproblemen nicht ungefährlich.

Bewertung: nur unter ärztlicher Aufsicht

Suche

Literatur