2016: Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Dienstag, 9. Februar 2016

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat das Jahr 2016 zum “Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ erklärt. Damit möchte das Welternährungsorganisation das Bewusstsein für die besonderen ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Hülsenfrüchten stärken, den globalen Anbau und den Handel mit Hülsenfrüchten fördern und an die Bedeutung von Hülsenfrüchten in der Fruchtfolgewirtschaft erinnern.

Hülsenfrüchte sind ausgesprochen gute Lieferanten von pflanzlichem Eiweiß. Sie enthalten außerdem reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Aufgrund dieser inneren Werte und ihres guten Sättigungsvermögens zählen Hülsenfrüchten weltweit zu den elementaren Grundnahrungsmitteln. Dies gilt insbesondere für Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien, die traditionell wenig Fleisch verzehren.

Durch die zunehmende Anzahl an Vegetariern in Mitteleuropa haben Hülsenfrüchte auch hierzulande an Bedeutung gewonnen. Doch nicht nur Vegetarier profitieren von den ernährungsphysiologischen Vorteilen von Erbsen, Bohnen, Soja und Co. Laut aktueller Empfehlungen sollten Hülsenfrüchte unabhängig vom Fleischkonsum regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Auf diese Weise könnte der Entstehung chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegengewirkt werden.

Auch Landwirte haben einen besonderen Nutzen vom Hülsenfrucht-Anbau. Denn die Pflanzen (botanisch: Leguminosen) leben an ihren Wurzeln in einer Symbiose mit Bakterien. Die Bakterien erhalten über die Wurzeln Nährstoffe von den Pflanzen und reichern dafür Stickstoff aus der Luft an. Dies erhöht die Fruchtbarkeit des Bodens nachhaltig, sodass auch die folgenden Kulturen davon zehren können.

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verfasst von am 9. Februar 2016 um 07:29

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