Aus der Region – f√ľr die Region

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Dienstag, 19. November 2013

Im Januar 2014 ist es soweit: Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testphase wird das „Regionalfenster“ rechtzeitig zum Beginn der Gr√ľnen Woche 2014 bundesweit und auf breiter Ebene eingef√ľhrt. Mit der einheitlichen verbraucherfreundlichen Kennzeichnung regionaler Lebensmittel ist Deutschland Vorreiter in der EU.

Beispiel f√ľr ein Regionalfenster
© BMELV

Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sollen Verbraucher ab Anfang des n√§chsten Jahres die Herkunft eines Lebensmittels mit einem Blick auf die Verpackung erkennen k√∂nnen. „Es freut mich, dass das Regionalfenster den Praxistest erfolgreich bestanden hat. Sowohl bei den Verbrauchern als auch beim Handel ist die neue Kennzeichnung gut angekommen. Damit hat das neue Zeichen beste Chancen, sich durchzusetzen„, ist sich die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner sicher.

Mit Hilfe des Regionalsiegels k√∂nnen Verbraucher unmittelbar erkennen, aus welcher Region die Zutaten eines Lebensmittels stammen, und wo das Produkt hergestellt wurde. Voraussetzung f√ľr die Bezeichnung „regional“ ist, dass die Hauptzutat nachweislich aus der entsprechenden Region stammt. Bereits im August letzten Jahres wurde auf Initiative von Frau Aigner ein Tr√§gerverein „Regionalfenster“ gegr√ľndet. Er vergibt Lizenzen f√ľr das Regionalfenster und ist auch zust√§ndig f√ľr die √úberpr√ľfung der Einhaltung der Herkunftskriterien. Mit einem mehrstufigen Kontroll- und Sicherheitskonzept soll gew√§hrleistet werden, dass die im Regionalfenster gemachten Angaben zur Region, den Zutaten und dem Verarbeitungsort von Lebensmitteln richtig sind. „Wer als Kunde bereit ist, mehr zu zahlen, muss sich darauf verlassen k√∂nnen, auch mehr zu bekommen„, bekr√§ftigt die Bundesverbraucherministerin. Die Kennzeichnung mit dem Regionalfenster ist freiwillig, st√∂√üt aber bereits heute auf gro√ües Interesse beim Lebensmittelhandel. So z√§hlen die Handelsunternehmen EDEKA, REWE und tegut zu den ersten Lizenznehmern.

Das Regionalfenster entspricht dem Verbraucherinteresse nach regionalen Lebensmitteln. In einer Umfrage bevorzugten √ľber drei von vier Verbrauchern Lebensmittel aus regionaler Herkunft, √ľber zwei Drittel der Befragten nehmen daf√ľr auch einen h√∂heren Preis in Kauf. In der Testphase fanden 80 Prozent der befragten Verbraucher das Regionalfenster verst√§ndlich, informativ, gut lesbar und √ľbersichtlich.

Die Einf√ľhrung einer zuverl√§ssigen Kennzeichnung regionaler Produkte ist Neuland in der EU. M√∂glicherweise ist Deutschland damit Vorreiter f√ľr eine EU-weite, verpflichtende Regelung. Bislang gibt es in der EU nur Bestrebungen f√ľr eine verbesserte Herkunftsbezeichnung einzelner Lebensmittelgruppen, insbesondere bei verarbeiteten Fleischprodukten. Aigner geht dies nicht weit genug: „Wir warten nicht auf Br√ľssel und gehen bei regionalen Lebensmitteln national mit einer freiwilligen Kennzeichnung voran.

Quelle:
BMELV (2013): „Regionalfenster“ fuŐąr Lebensmittel sorgt ab 2014 bundesweit fuŐąr mehr Transparenz. Pressemittelung vom 11.09.2013.

verfasst von am 19. November 2013 um 08:11

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