Barbie goes PriMa РPräventionsprogramm gegen Magersucht

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Mittwoch, 9. Februar 2011

Berger et al. stellten fest, dass das Magersucht-Risiko von Mädchen durch einen präventiv ausgerichteten Unterricht in bedeutsamen Ausmaß gesenkt werden kann.

Barbie
© CitySkylineSouvenir

Nachdem in Th√ľringen mehr als ein Viertel aller zw√∂lfj√§hrigen M√§dchen ein problematisches Essverhalten zeigte, entwickelten Berger et al. ‚ÄěPriMa‚Äú: ein Programm zur Prim√§rpr√§vention von Magersucht bei M√§dchen. An dem Programm nahmen in 42 Th√ľringer Schulen √ľber 1000 M√§dchen teil.

Das Programm umfasste 9×90 min√ľtige Unterrichtseinheiten. Diese sahen z. B. √úbungen vor, bei denen die M√§dchen aktiv mitmachen konnten. Extra f√ľr diesen Anlass entwickelte Poster, die Szenen aus dem Leben einer Barbiepuppe zeigen, dienten als Gespr√§chsgrundlage. Auch die Berichte einer magers√ľchtigen Patientin waren Teil des Pr√§ventionsprogramms.

Die M√§dchen wurden vor, direkt im Anschluss und drei Monate nach der Teilnahme an dem Programm befragt. Dadurch wurde erhoben, welches Selbstwertgef√ľhl die Zw√∂lfj√§hrigen mit ihrem K√∂rper verbinden und wie sie ihren K√∂rper wahrnehmen: ob sie mit diesem zufrieden sind und welche Einstellung sie zu ihm haben. Weiterhin war das Essverhalten Bestandteil der Erhebung.

Quelle:
Berger U, Joseph A, Sowa M, Strauss B: The Barbie-Matrix: effectiveness of a school-based German program for the primary prevention of anorexia nervosa developed for girls up to the age of 12. PSYCHOTHER PSYCH MED 2007;57(6):248-55.

Angebote im Bereich Ess-St√∂rungen in der Online-Datenbank der Bundeszentrale f√ľr gesundheitliche Aufkl√§rung gemeinsam mit dem Universit√§tsklinikum Hamburg Eppendorf

verfasst von am 9. Februar 2011 um 07:45

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2 Kommentare zu “Barbie goes PriMa – Pr√§ventionsprogramm gegen Magersucht”

  1. Hennii sagt:

    Ja, das Thema Essst√∂rungen und Magersucht breitet sich ja schnell aus und es ist dringend n√∂tig, Aufkl√§rungsarbeit zu leisten. Solche Pr√§ventionsprogramme sind unerl√§sslich. Wobei der positiv therapeutische Erfolg weniger die Aufkl√§rungen mit sich bringt sondern oft einfach schon, weil man sich mit den Betroffenen Personen besch√§ftigt. Ich habe gerade gelesen, dass heranwachsende M√§dchen die sehr intensiv ihr Konto auf einem gro√üen Freundeportal mit dem blauen F. esonders anf√§llig f√ľr Essst√∂rungen sind. Hunderte von Freundeskontakten erzeugen einen hohen sozialen Druck. Mit denen werden die Kinder dann alleingelassen.

  2. Hannah Berger sagt:

    Ja, die Integration dieses Themas in das Schulcurriculum integriert werden. Und besonders empfehlenswert ist es, wenn die Bearbeitung dieses komplexen Themenfelds durch Fachleute aus der √Ėkotrophologie √ľbernommen wird! Vgl. das Buch von Barbara Bohn „Prim√§rpr√§vention von Bulimia nervosa“, reinlesen unter http://www.grin.com/e-book/172267/primaerpraevention-von-bulimia-nervosa-ein-berufsfeld-fuer-die-oecotrophologie m√∂glich.

    Wichtig ist bei der Prävention vor allem, dass protektive Faktoren gestärkt werden, denn wissenschaftlich untersuchte Strategien zur Verhinderung gibt es momentan noch kaum. Aber zumindest scheinen viele Ansätze vielversprechend.

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