Bestnoten fĂŒr Obst, GemĂŒse und Milch

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung ErnĂ€hrung und Gesundheit

Dienstag, 1. April 2014

Wer Kindern und Jugendlichen Obst, GemĂŒse und Milch schmackhaft machen möchte, sollte möglichst frĂŒh damit beginnen. Dies hat auch die EU-Kommission erkannt und möchte zukĂŒnftig dafĂŒr sorgen, dass SchĂŒler neben Obst und GemĂŒse auch kostenlosen Zugang zu Milch erhalten. Als Anreiz fĂŒr die beteiligten LĂ€nder winken erhöhte finanzielle Beihilfen.

Obst Gemüse und Milch
© USDAgov

Die WertschĂ€tzung fĂŒr eine vielfĂ€ltige und gesunde ErnĂ€hrung beginnt in jungen Jahren. Wer Kindern frĂŒh gesundes Genießen vermittelt, vermeidet spĂ€tere FehlernĂ€hrung mit all ihren gesundheitlichen Folgen“, erlĂ€utert StaatssekretĂ€r Dr. Robert Kloos vom Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft. Seit 2009 gibt es ein Schulobstprogramm in Europa, mit dem Ziel, Kinder an eine gesunde ErnĂ€hrung heranzufĂŒhren. Mittlerweile wurde das Programm korrekterweise in Schulobst- und -gemĂŒse-Programm umbenannt, die bewĂ€hrten Inhalte sind jedoch gleich geblieben: SchĂŒler an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen erhalten regelmĂ€ĂŸig eine kostenlose Portion Obst und GemĂŒse, viele wichtige Informationen ĂŒber Obst und GemĂŒse und ĂŒber eine gesunde ErnĂ€hrung insgesamt. Speziell entwickelte Programme wie etwa der IN FORM ErnĂ€hrungsfĂŒhrerschein sollen die heranwachsende Generation auf den Geschmack einer gesunden ErnĂ€hrung bringen und das Fundament fĂŒr einen gesunden Lebensstil bilden.

Das Programm wird als Investition in eine gesunde Zukunft der Kinder von heute angesehen. Doch wer finanziert die Ausgaben? Bislang bestritten EU und die LĂ€nder die Ausgaben jeweils zur HĂ€lfte (zuletzt 12,3 Millionen Euro). Nun gibt es gute Nachrichten aus der EU: ZukĂŒnftig wird die EU rund 20 Millionen Euro beitragen, sodass die LĂ€nder nur noch ein Viertel der tatsĂ€chlich entstehenden Kosten tragen mĂŒssen. Dies ist ein enormer Anreiz auch fĂŒr schwĂ€chere LĂ€nder, sich an dem Programm zu beteiligen. Außerdem wurde die Anmeldefrist zur Teilnahme fĂŒr das kommende Schuljahr bis zum 3. April verlĂ€ngert.

Voraussichtlich ab 2016 wird eine weitere Änderung in Kraft treten: Dann wird das Schulmilchprogramm dem Schulobst- und -gemĂŒse-Programm gleichgestellt und ebenfalls pĂ€dagogisch begleitet. Im Unterschied zum Obst und GemĂŒse erfolgt die Schulmilchabgabe bislang nicht kostenfrei, die EU ĂŒbernimmt nur ein Zehntel der anfallenden Kosten. Hinzu kam bislang ein enormer bĂŒrokratischer Aufwand, der wohl viele Schulen von der Teilnahme abhielt. Ohne konzeptionelle VerĂ€nderungen hĂ€tte dies wohl ĂŒber kurz oder lang zum Aussterben der Schulmilchaktion gefĂŒhrt.

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verfasst von am 1. April 2014 um 06:45

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3 Kommentare zu “Bestnoten fĂŒr Obst, GemĂŒse und Milch”

  1. Birgit sagt:

    Wieder eine tolle Neuigkeit, die von der Landwirtschafts-Industrie gesponsort wird? Milch ist KEIN „gesundes Essen“ fĂŒr Kinder und Überkonsum von Milchprodukten ist nicht nur wegen dem hohen Lactosegehalt (Zucker!) ein Problem fĂŒr die Gesundheit. Wann werden die Wahrheiten endlich nicht mehr fĂŒr kommerzielle Interessen vertuscht?

  2. Christina BĂ€chle sagt:

    Gerade deshalb ist die pĂ€dagogische Begleitung dieser Programme wichtig. Dann lernen Kinder zum Beispiel auch, wie sie sich selbst einen FrĂŒchtejoghurt oder ein Milchshake zubereiten können – mit frischem Obst und wenig oder gar keinem zusĂ€tzlichen Zucker.

  3. Markus sagt:

    Endlich mal sinnvolle Arbeit in der EU. Wenn Kinder frĂŒh lernen, was gesunde ErnĂ€hrung ist, bin ich mir sicher, dass es spĂ€ter weniger Probleme mit Übergewicht geben wird

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