Coca-Cola-Werbespot thematisiert Adipositas

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Montag, 4. Februar 2013

Der Softdrinkhersteller Coca Cola bezieht in einem zweimin√ľtigem Werbespot Stellung zum Thema Adipositas. Der Spot des weltweit bedeutenden Getr√§nkeherstellers wurde zur Hauptsendezeit im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt.

Das Problem sei den Zuschauern wohl bekannt, aber nicht unbedingt, was Coca Cola dagegen untern√§hme, sagt Diana Garza Ciarlante, eine Sprecherin der Coca Cola Company. „Wir erz√§hlen Ihnen unsere Geschichte.“ Die in Atlanta ans√§ssige Firma reagiere dadurch nicht etwa auf √∂ffentlichen Druck, betont Ciarlante, sondern wolle an der Diskussion um ein aktuelles Thema teilhaben.
 

 

In dem Spot berichtet eine weibliche Stimme, dass „alle Kalorien z√§hlen, egal woher sie kommen“ und dass zu viele Kalorien √ľber Getr√§nke und Lebensmittel dazu f√ľhren k√∂nnten, dass man zunimmt. Coca Cola mache Kalorienangaben auf der Vorderseite jedes Getr√§nkes. In Schulen g√§be es seit einigen Jahren verst√§rkt Getr√§nke mit wenigen Kalorien.

Neben vielen kalorienfreien und kalorienarmen Varianten biete Coca Cola auch zunehmend kleine Gr√∂√üen f√ľr die beliebtesten Softdrinks an, sagt die Erz√§hlerin. Ein weiterer Spot des Getr√§nkekonzerns, der wenige Tage sp√§ter ausgestrahlt wurde, zeigt, wie die „gl√ľcklichen 140 Kilokalorien“, die in einer Dose Coca Cola enthalten sind, verbrannt werden k√∂nnen.

Michael Jacobsen, verantwortlicher Direktor der Verbraucherschutzorganisation „Center for Science in the Public Interest“, meint, dass Coca Cola Augenwischerei betreibe. „Sie versuchen vorzusch√ľtzen, dass sie Teil der L√∂sung sind, nicht Teil des Problems. Wenn sie es ernst meinen w√ľrden, w√ľrde die Firma komplett damit aufh√∂ren, Getr√§nke mit vollem Kaloriengehalt zu bewerben und diese (Getr√§nke) teurer machen. Oder sie w√ľrden es aufgeben, sich Steuern auf Brausen zu widersetzen.“

In New York wird die Abgabe von Softdrinks in Gr√∂√üen, die einen halben Liter √ľberschreiten, in √∂ffentlichen Einrichtungen wie Sportstadien, aber auch in Restaurants ab M√§rz diesen Jahres verboten sein. In zwei Kalifornischen St√§dten lehnten die W√§hler eine Abstimmung √ľber Softdrink-Steuern ab.

Quellen einblenden

verfasst von am 4. Februar 2013 um 08:01

Was ist das?

DEBInet-Ern√§hrungsblog - √ľber uns

Unsere Autoren schreiben f√ľr Sie √ľber Aktuelles und Wissenswertes aus Ern√§hrungswissenschaft und Ern√§hrungsmedizin. Die redaktionell aufbereiteten Texte richten sich nicht nur an Experten, sondern an alle, die sich f√ľr das Thema "Ern√§hrung" interessieren.

Sie k√∂nnen sich die Beitr√§ge per Newsletter zuschicken lassen oder diese √ľber RSS-Feed oder Twitter abonnieren.

F√ľr die Schriftenreihe der Gesellschaft f√ľr Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (GRVS) wurden 222 unserer Blog-Artikel ausgew√§hlt. Das dabei entstandene Ern√§hrungs-Lesebuch ist 2017 im Pabst Science Publishers Verlag erschienen und steht Ihnen hier kostenlos zum Download zur Verf√ľgung

Der "DEBInet-Ernährungsblog"
ist ein Projekt der


© 2010-2020 Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Ein Kommentar zu “Coca-Cola-Werbespot thematisiert Adipositas”

  1. Peter sagt:

    Viel wichtiger w√§re doch der Kommentar, dass die Werbung mit kalorienreduzierten Softdrinks Augenwischerei ist, weil sie nachweislich nicht zur Reduktion der Kalorienaufnahme f√ľhren. Light-Produkte sind Teil des Problems, nicht Teil der L√∂sung.

Kommentar abgeben