Max-Rubner-Institut: Deutsche essen zu viel Salz

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Montag, 22. April 2013

Speisesalz ist aus der K√ľche nicht wegzudenken. Ein anhaltend hoher Konsum kann Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE), t√§glich h√∂chstens sechs Gramm Speisesalz aufzunehmen. Laut einer aktuellen Untersuchung des Max Rubner-Instituts essen allerdings mehr als die H√§lfte der Frauen und vier von f√ľnf M√§nnern zu viel Salz.

Junger Mann isst belegtes Brot.
© thebittenword.com

Insbesondere junge Männer essen zu viel Salz.

F√ľr die Studie wurden 15.371 Probanden im Alter von 14 bis 80 Jahren zu ihren Ern√§hrungsgewohnheiten w√§hrend der letzten vier Wochen befragt. Mit Hilfe einer Software zur Berechnung des N√§hrstoffgehaltes wurde die Natriumaufnahme der Probanden ermittelt. Da Natrium in Lebensmitteln haupts√§chlich in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) vorkommt, konnte √ľber die Natriumaufnahme auch die Speisesalzaufnahme der Probanden gesch√§tzt werden.

Demnach nehmen M√§nner √ľber die Nahrung ca. 9 Gramm Salz pro Tag auf, bei Frauen sind es ca. 6,5 Gramm. Junge M√§nner im Alter von 19 bis 24 Jahren essen mit durchschnittlich 9,4 Gramm pro Tag besonders viel Salz. Bei Frauen steigt die mittlere Salzaufnahme auf 6,7 Gramm pro Tag bei 35-50-J√§hrigen an. Wahrscheinlich liegen die tats√§chlichen Werte noch etwas h√∂her, da das Nachsalzen am Tisch nicht ber√ľcksichtigt wurde.

Vier von f√ľnf M√§nnern (86 Prozent) und √ľber die H√§lfte der Frauen (58 Prozent) √ľberschreiten mit ihrer Salzaufnahme den Grenzwert der DGE. Fast ein Drittel des aufgenommenen Natriums stammt aus Brot oder Br√∂tchen, ein F√ľnftel (M√§nner) bis ein Sechstel (Frauen) aus Fleisch und Wurstwaren und ein Zehntel des Natriums wird √ľber Milchprodukte und K√§se aufgenommen.

Mit ein paar Tricks kann die Salzaufnahme deutlich reduziert werden:

  • Verzichten Sie auf das Nachsalzen von Speisen am Tisch.
  • Verwenden Sie zum W√ľrzen anstelle von reinem Speisesalz besser Kr√§uter und salzarme W√ľrzmischungen.
  • K√§se und Wurst sollten nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Besonders gep√∂kelte Lebensmittel enthalten viel Salz.
  • Vorsicht bei Fertiggerichten. Hier kann sich viel Salz verstecken.
  • Handels√ľbliches Brot enth√§lt ebenfalls viel Salz. Beim Fr√ľhst√ľck kann es durch M√ľsli ersetzt werden. Wer sein Brot selbst backt, kann selbst bestimmen, wie viel Salz er zuf√ľgt. Bei Brotbackmischungen lohnt sich ein Blick auf das Zutatenverzeichnis.

Quellen einblenden

verfasst von am 22. April 2013 um 05:44

Was ist das?

DEBInet-Ern√§hrungsblog - √ľber uns

Unsere Autoren schreiben f√ľr Sie √ľber Aktuelles und Wissenswertes aus Ern√§hrungswissenschaft und Ern√§hrungsmedizin. Die redaktionell aufbereiteten Texte richten sich nicht nur an Experten, sondern an alle, die sich f√ľr das Thema "Ern√§hrung" interessieren.

Sie k√∂nnen sich die Beitr√§ge per Newsletter zuschicken lassen oder diese √ľber RSS-Feed oder Twitter abonnieren.

F√ľr die Schriftenreihe der Gesellschaft f√ľr Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (GRVS) wurden 222 unserer Blog-Artikel ausgew√§hlt. Das dabei entstandene Ern√§hrungs-Lesebuch ist 2017 im Pabst Science Publishers Verlag erschienen und steht Ihnen hier kostenlos zum Download zur Verf√ľgung

Der "DEBInet-Ernährungsblog"
ist ein Projekt der


© 2010-2019 Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Ein Kommentar zu “Max-Rubner-Institut: Deutsche essen zu viel Salz”

  1. Hallo,
    ganz ohne Salz geht es in meiner K√ľche auch nicht, aber ich habe vermehrt auf das W√ľrzen mit Kr√§utern umgestellt. Das lohnt sich. Schmeckt einfach gleich eine Note besser und ist ges√ľnder.

    Viele Gr√ľ√üe,
    Christine

Kommentar abgeben