Ausgezeichnet: „Ernährungsführerschein“ erhält den Bundespreis Verbraucherschutz

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Mittwoch, 10. Juli 2013

Der Bundespreis Verbraucherschutz wurde nun erstmals von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz in Berlin verliehen. Ausgezeichnet werden Personen der Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Medien sowie Projekte mit herausragender Bedeutung für den Verbraucherschutz. Unter den ersten Preisträgern befindet sich der Ernährungsführerschein, der im Rahmen von Deutschlands Initiative für Gesunde Ernährung und mehr Bewegung (IN FORM) entwickelt wurde.

Wenn Kinder früh den Umgang mit Lebensmitteln lernen, können sie ein Leben lang davon profitieren. Der Ernährungsführerschein ist ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für Schüler der dritten Klasse, in dem diese nicht nur Einblick in die Grundlagen einer gesunden Ernährung erhalten, sondern auch selbst Hand anlegen können: Sie lernen mit Lebensmitteln umzugehen, einfache Speisen aus Obst und Gemüse zuzubereiten und Gerichte abzuschmecken. Fachkräfte des deutschen Landfrauenverbandes und Klasse2000-Gesundheitsförderer unterstützen die Lehrkräfte vor Ort bei der Umsetzung des Projekts. Bestehen die Schüler/innen am Ende die schriftliche und praktische Prüfung, erhalten sie den Ernährungsführerschein in Form einer Urkunde.

Während der inzwischen fünfjährigen Projektlaufzeit wurden über 580.000 Schülerinnen und Schüler zu stolzen Besitzern des Ernährungsführerscheins. Nun zeichnete die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz ihrerseits den Ernährungsführerschein als erfolgreichstes Projekt des Verbraucherschutzes 2013 aus. Wichtig für die Nominierung sind drei Kriterien:

  • Das Projekt zeigt Wirkung, d.h. der Verbraucherschutz wird dadurch tatsächlich verbessert.
  • Das Projekt hat gesellschaftliche Bedeutung. Es hat zur Entwicklung eines Themenfeldes beigetragen, das für Verbraucher relevant ist.
  • Das Projekt ist innovativ. Es wurden neue Zielgruppen erschlossen oder Wege im Verbraucherschutz gegangen, die neu sind oder bisher vernachlässigt wurden.

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner zeigte sich sehr erfreut über die Verleihung des Preises. „Wir wissen, dass Kinder ihr ganzes Leben lang davon profitieren, wenn sie schon früh den Umgang mit Lebensmitteln lernen. Sie erfahren, wie man sich gesund und ausgewogen ernährt und sie lernen, Lebensmittel wertzuschätzen und zu genießen. Der Ernährungsführerschein ist ein Vorzeigeprojekt, das Schule macht“, so Aigner. „Der aid Infodienst hat das Konzept entwickelt und gemeinsam mit den Landfrauen deutschlandweit an die Schulen gebracht. Nun bekommen sie mit dem Bundespreis Verbraucherschutz die öffentliche Anerkennung, die sie verdienen, das freut mich besonders.“

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verfasst von am 10. Juli 2013 um 05:55

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