Farb- und Aromastoffe: √Ąnderungen ab 2013

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Montag, 7. Januar 2013

Das Bundesverbraucherministerium gibt zum Jahresbeginn diverse √Ąnderungen bekannt, die f√ľr das kommende Jahr anstehen. Diese erstrecken sich auch auf den Bereich „Ern√§hrung und Lebensmittel“. Hier sollen nicht nur typische Energydrink-Inhaltsstoffe dauerhaft geregelt werden, auch bei den Farb- und Aromastoffen stehen Neuerungen an.

Softdrink
© dcJohn

Getr√§nkehersteller, die die Inhaltsstoffe Koffein, Taurin, Inosit oder Glucuronolacton in ihren Rezepturen verwenden, m√ľssen sich nach einer bisher geltenden Ausnahmereglung jedes einzelne Produkt genehmigen lassen. Mit der Verordnung zur √Ąnderung der Fruchtsaftverordnung, die ab dem 2. Juni 2013 verbindlich wird, fallen diese Einzelgenehmigungen weg. Die neue Verordnung soll verbindlich einheitliche H√∂chstmengen f√ľr die genannten Inhaltsstoffe auff√ľhren.

Neu ist auch, dass f√ľr koffeinhaltige Erfrischungsgetr√§nke, die im Glas verkauft werden, der Koffeingehalt in Milligramm pro 100 Milliliter ausgewiesen werden muss. Gastst√§tten k√∂nnten diese Angabe, laut Bundesverbraucherministerium, zum Beispiel auf der Getr√§nkekarte oder einem Aushang kenntlich machen.

Die Farbstoffe Chinolingelb (E 104), Gelborange S (E 110) und Cochenillerot (Ponceau 4R – E 124) d√ľrfen Lebensmittelproduzenten ab dem 1. Juni 2013 nur noch stark eingeschr√§nkt einsetzen. Von diesem Zeitpunkt an werden wesentlich niedrigere H√∂chstwerte gelten. So wurde zum Beispiel der Wert f√ľr Chinolingelb von zehn auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm K√∂rpergewicht pro Tag gesenkt. Grund f√ľr die Anpassung ist eine Neubewertung dieser Farbstoffe durch die Europ√§ische Beh√∂rde f√ľr Lebensmittelsicherheit. Die genannten Farbstoffe stehen bereits seit L√§ngerem im Verdacht, bei Kindern Symptome, die denen einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit√§tsst√∂rung √§hneln, zu beg√ľnstigen.

Aromastoffe sollen europaweit einheitlich geregelt werden. In Orientierung an die EU-Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 bel√§uft sich die Zahl der Aromastoffe, die in Deutschland k√ľnftig eingesetzt werden d√ľrfen, auf √ľber 2100. Weitere 400 Aromastoffe, die als sicher gelten, jedoch noch nicht abschlie√üend gepr√ľft wurden, k√∂nnen vorl√§ufig weiterhin verwendet werden.

Quelle:
BMELV-Pressemitteilung Nr. 395 (27.12.12):
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz: Was sich 2013 ändert

verfasst von am 7. Januar 2013 um 10:46

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