FLIMS = Freudenstädter Lebensstilinterventions- und Motivationssystem

Autorin: Anna Schnurr, Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Mittwoch, 8. Juni 2016

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„Rehabilitationserfolge im Bereich der Lebensstiländerung langfristig sichern!“ Um diesem Ziel näher zu kommen, hat das Institut für Ernährungsinformation in Zusammenarbeit mit dem therapeutischen Team (Therapeuten, Psychologen und Ärzte) der Klinik Hohenfreudenstadt im Schwarzwald ein wissenschaftlich begleitetes, internetbasiertes Nachsorgeprogramm ins Leben gerufen. Das Gute ist: Nicht nur ehemalige Patienten der Klinik, sondern alle, die regelmäßige Anregungen für die Umsetzung einer gesunden Lebensweise im Alltag suchen, können von diesem kostenlosen Angebot profitieren.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation stellt in ihrem Praxisleitfaden „Strategien zur Sicherung der Nachhaltigkeit von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation“ fest, dass der Erfolg einer durchgeführten medizinischen Rehabilitationsleistung durch eine Vielzahl von Studien belegt wird, sich aber gleichzeitig die erzielten positiven Effekte im Laufe der Zeit wieder verringern können. Die für einen langfristigen Rehabilitationserfolg oft notwendigen Verhaltens- und Lebensstiländerungen könnten im Rahmen einer 3-wöchigen Rehabilitationsleistung zwar eingeleitet, aber oft noch nicht ausreichend gesichert werden. Die Konfrontation mit dem Arbeits- und Familienalltag, dem sogenannten „Praxisschock“, führe nicht selten zum Verlust der Motivation an Lebensstiländerung. Daher könne auch im Anschluss an die Rehabilitation Handlungsbedarf bestehen.

Diese Aussagen decken sich mit den Erfahrungen vieler Patienten und ihrer betreuenden Hausärzte. Zwar erreichen die Patienten einen guten Teil ihrer Rehabilitationsziele wie zum Beispiel Gewichtsabnahme, bessere Blutzucker- und Blutdruckeinstellung, Ernährungsumstellung und/oder Steigerung der Beweglichkeit und Ausdauer oft bereits innerhalb einer 3-wöchigen Rehabilitationsmaßnahme. Zusätzlich versucht das therapeutische Team bereits während einer Rehabilitationsmaßnahme gemeinsam mit den Patienten unterstützende Nachsorgeangebote zu finden und Handlungsalternativen und Lösungsstrategien zu erarbeiten, die die Patienten in ihrem Alltag mit all seinen Problemen und Hürden aber auch möglichen Ressourcen anwenden können.

Dennoch bedürfen die Patienten aber gerade in der Zeit nach der Rehabilitation häufig zusätzlicher Unterstützung, damit sie ihre gewonnene Motivation zur Lebensstiländerung auch im Alltag aufrecht erhalten und ihren Rehabilitationserfolg festigen können. Das Freudenstädter Lebensstilinterventions- und Motivationssystem (FLIMS) versteht sich hier als zusätzliches Instrument, insbesondere Patienten im ersten Jahr nach einer Rehabilitationsmaßnahme zu helfen, ihre Gesundheitsziele auch neben Beruf und Familie zu verwirklichen. Aber auch alle anderen Personen, die an Hinweisen für eine gesunde Lebensweise interessiert sind, sind eingeladen, an FLIMS teilzunehmen.

Die angemeldeten Teilnehmer erhalten ein Jahr lang regelmäßig via E-Mail Arbeitsblätter mit praktischen Handlungsempfehlungen, Anregungen und anschaulichen Informationen zu ausgewählten Themen, die ihnen helfen, auch im Alltag eine gesunde Lebensweise fortzuführen. Die Teilnahme an FLIMS ist kostenfrei.

Mehr zu FLIMS erfahren Sie unter flims.ernaehrung.de

Quellen einblenden

  • Deck und Raspe 2004, S. 55, Haaf 2005
  • BAR, Praxisleitfaden Strategien zur Sicherung der Nachhaltigkeit von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (2008), S. 8.

verfasst von am 8. Juni 2016 um 06:56

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