Gastronomie beteiligt sich an Aktion ‚Zu gut f√ľr die Tonne‘

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Dienstag, 19. Juni 2012

Neuer Verb√ľndeter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Laut einer Untersuchung der Universit√§t Stuttgart werden in Deutschland knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel j√§hrlich von Lebensmittelindustrie, Handel, Gro√üverbrauchern und Privathaushalten als Abfall entsorgt ‚Äď zu viel, wie das Bundesverbraucherministerium unter Ilse Aigner mahnt. Aus diesem Grund hat sie die Kampagne „Zu gut f√ľr die Tonne“ gegr√ľndet. Das Ziel der Kampagne besteht darin, durch Aufkl√§rung gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Am 30.05.2012 hat sich der Deutsche Hotel- und Gastst√§ttenverband (DEHOGA) der Initiative angeschlossen.

Lebensmittelabfälle in Deutschland betragen insgesamt ca. 11 Millionen Tonnen

Grafik Lebensmittelverschwendung

Quelle: Kastner et al. 2012

In einer Presseerkl√§rung erl√§uterten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Hauptgesch√§ftsf√ľhrerin des DEHOGA Bundesverbandes, Ingrid Hartges: „Lebensmittel sind kostbar ‚Äď wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Schulterschluss f√ľr eine gr√∂√üere Wertsch√§tzung unserer wertvollen Ressourcen. Gastst√§tten, Restaurantbetriebe, Gro√ük√ľchen, Kantinen und auch die G√§ste selbst k√∂nnen einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern.“

Aigner und Hartges haben bereits konkrete Vorstellungen, wie in der Gastronomie Ressourcen geschont und Lebensmittelm√ľll vermieden werden k√∂nnen:

M√ľlltonne
© edelstahltechnik24.de
  • Die Portionsgr√∂√üe von Gerichten sollte sich an den W√ľnschen der Kunden orientieren. Dies bedeutet, dass standardm√§√üig mindestens zwei verschiedene Portionsgr√∂√üen angeboten werden.
  • √úbrig gebliebene Lebensmittel sollten eingepackt und mit nach Hause genommen werden k√∂nnen (‚ÄěDoggy Bag‚Äú). Diese Praxis ist in den USA gang und g√§be, in Deutschland haben G√§ste aber immer noch Hemmungen, sich Speisen einpacken zu lassen.
  • Bereits bei der Ausbildung junger Gastronomen werden Themen wie effiziente Verarbeitung von Lebensmitteln, kluger Einkauf und richtige Lagerung thematisiert.
  • Eine Checkliste soll helfen, Mitglieder der DEHOGA f√ľr das Thema zu sensibilisieren. Bei Bedarf werden weitere Hilfestellungen gegeben.
  • Gastronomen sollen √ľber die M√∂glichkeit der Weitergabe von nicht verbrauchten Lebensmitteln an karitative Einrichtungen, beispielsweise die TAFELN aufgekl√§rt werden.

Ministerin Aigner und ihre Kollegen aus dem europäischen Ausland haben sich ein hohes Ziel gesetzt: Mit dieser und ähnlichen Kampagnen soll die Menge unnötiger Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2020 halbiert werden.

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verfasst von am 19. Juni 2012 um 07:07

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