GRVS-Tagung 2010 in Freudenstadt – Teil 2

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Mittwoch, 4. August 2010

Nachdem wir in Teil 1 dieser Serie die Abstracts zum Themengebiet „Ernährungsmedizin“ präsentiert haben, möchten wir Ihnen heute die Zusammenfassungen der Vorträge vorstellen, die sich mit dem Bereich Rehabilitation und Nachsorge beschäftigen.

Teil 2: Rehabilitation und Nachsorge


Reha 2020

Hubert Seiter, erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, referierte darüber, auf welche Entwicklungen sich medizinische Rehabilitationseinrichtungen in den nächsten zehn Jahren einstellen müssen. Der Bedarf an Rehabilitations-Maßnahmen steige dadurch, dass es zunehmend mehr ältere Menschen gibt. Durch den Kostendruck im Gesundheitssektor werden wahrscheinlich weitere Kliniken schließen, verbleibende müssen sich enger vernetzen und die ambulante Versorgung ausgebaut werden. Auch den Reha-Aufenthalt teilweise als Urlaub anzurechnen, hält Seiter für möglich. Vor diesem Hintergrund werde die Vorsorge immer wichtiger.

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Adipositas – Was kann die Reha leisten?

Viele Patienten kommen mit dem Wunsch nach einer Gewichtsreduktion in die Rehabilitationsklinik. Oft setzen sich die Patienten unverhältnismäßig hohe Ziele, so Dr. Bénédicte Jolivet auf der GRVS-Tagung. Aufgabe der Therapeuten ist zunächst, mit den Patienten erreichbare Ziele zu vereinbaren. Ein Ziel könnte beispielsweise sein, durch eine Ernährungsumstellung und körperliche Bewegung eine Gewichtsabnahme von 4 kg in drei Wochen zu erreichen. Langfristig können eine nachträgliche telefonische Betreuung und eine Nachschulung den Erfolg verbessern.

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Anschließendes Nachsorgen bei Diabetikern

Eine Nachsorge nach der Rehabilitation anzubieten und den späteren Patienten-Alltag in die Diabetes-Schulungen einzubeziehen, mache Patienten zufriedener und zeige in einigen Fällen auch eine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit, so Dr. Gundula Ernst von der Medizinischen Hochschule Hannover und Dr. P. Hübner von der Klinik Niederrhein.

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Erfolgreiche Reha-Nachsorge

Dr. Gundula Ernst von der Medizinischen Hochschule Hannover untersuchte, welche Bedingungen die Reha-Nachsorge günstig beeinflussen. Sie stellte fest, dass weniger die Art der vermittelten Inhalte, als vielmehr die Dauer der Vermittlung den Erfolg steigerten. Zudem haben zur Mitarbeit bereite Patienten bessere Aussichten auf eine langfristige Verbesserung.

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Lernen in der Reha

Prof. Dr. Margret Fell betonte, wie wichtig eine professionelle Lernbegleitung in der medizinischen Rehabilitation sei. Oft fehle dafür allerdings das Bewusstsein. Die Art des Lernens bestimme entscheidend mit, ob Reha-Maßnahmen langfristig wirken und wie gut sich die Patienten im Anschluss wieder eingliedern würden.

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Teil 1 der Serie

Teil 3 der Serie

verfasst von am 4. August 2010 um 10:37

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