Höheres Diabetesrisiko bei Erstgeborenen?

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Freitag, 15. März 2013

Aus Neuseeland stammen neue Studienergebnisse √ľber den Zusammenhang zwischen Geburtenfolge und Risikoparametern f√ľr sp√§tere Erkrankungen. Demzufolge haben Erstgeborene eine geringere Insulinsensitivit√§t und einen h√∂heren Blutdruck als Kinder mit √§lteren Geschwistern.

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85 gesunde, reif geborene Kinder im Alter von vier bis elf Jahren wurden auf Risikofaktoren f√ľr sp√§tere Erkrankungen untersucht. Die Forscher beschr√§nkten sich in ihrer Studie auf junge Kinder, um Verf√§lschungen der Ergebnisse durch Pubert√§t und Faktoren des erwachsenen Lebensstils zu vermeiden.

Es wurde festgestellt, dass Erstgeborene sich bei verschiedenen Stoffwechselparametern von sp√§ter geborenen Kindern unterschieden. Besonders auffallend war die um 21 Prozent verminderte Insulinsensitivit√§t und ein erh√∂hter systolischer und diastolischer Blutdruck w√§hrend des Tages. Beides muss nicht zwangsl√§ufig zu einem vermehrten Auftreten von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erstgeborenen f√ľhren, tr√§gt aber zu ihrem individuellen Risikoprofil bei, so die Wissenschaftler.

Erstgeborene hatten jedoch einen gesundheitlichen Vorteil: Verglichen mit Kindern mit älteren Geschwistern waren sie tendenziell größer und schlanker.

Wie lassen sich diese Unterschiede zwischen Erstgeborenen und sp√§ter geborenen Kindern erkl√§ren? Es wird vermutet, dass physiologische Ver√§nderungen im Uterus der Mutter w√§hrend der ersten Schwangerschaft zu einer verbesserten Versorgung des Fetus mit N√§hrstoffen in den Folgeschwangerschaften f√ľhren.

Mit 85 untersuchten Kindern war die Studie sehr klein und die Ergebnisse sollten in weiteren Studien √ľberpr√ľft werden. Au√üerdem ist noch nicht bekannt, welche Auswirkungen Unterschiede in fr√ľhen Jahren langfristig auf das Erkrankungsrisiko an Diabetes und anderen Erkrankungen haben.

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verfasst von am 15. März 2013 um 07:25

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