Mann, tu‘ was!

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Donnerstag, 22. März 2012

Ein neues Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) richtet sich speziell an das „starke Geschlecht“: Männer sollen dazu motiviert werden, aktives Gesundheitsmanagement zu betreiben.

In Gesundheitsfragen sind Frauen Männern weit überlegen. Männer warten bei einer Erkrankung häufig zu lange, bis sie einen Arzt konsultieren und nehmen Vorsorgeuntersuchungen seltener in Anspruch. Hinzu kommt, dass Männer sich ungesünder ernähren und mehr Alkohol trinken. Diese Unterschiede haben Folgen, z. B. bei der Lebenserwartung beider Geschlechter: Heute geborene Frauen werden im Mittel ca. fünf Jahre älter als ihre männlichen Gleichaltrigen.

Der Problematik des geschlechtsabhängigen Gesundheitsverhaltens nimmt sich nun auch die Politik an. Abhilfe soll ein speziell für Männer entwickeltes Informationsportal schaffen. Unter www.maennergesundheitsportal.de können Männer sich gezielt über alle Aspekte einer gesunden Lebensweise informieren: Ernährung, Früherkennung, Fitness und Sport werden ebenso angesprochen wie psychische Gesundheit und Suchterkrankungen.

Energieverbrauchs-Rechner

Zur Vermeidung chronischer Erkrankungen ist insbesondere eine regelmäßige körperliche Betätigung wünschenswert. Allerdings ist nur jeder vierte Mann fünfmal pro Woche 30 Minuten körperlich aktiv, wie es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO)  empfohlen wird.

Um Männer zu motivieren, wurde deshalb zusätzlich die Broschüre „Männer in Bewegung! Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit bei Männern“ vom Bundesministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule in Köln erstellt. Die 65-seitige Broschüre spricht speziell Männer an und soll ihnen einen Einblick in die Vielfalt von Sport und Bewegung geben. Sportliche Aktivitäten sollten dabei keinen Wettkampfcharakter annehmen, viel wichtiger ist das persönliche Wohlbefinden.

Hierzu Ingo Froböse, Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Männer sind beim Sport häufig in erster Linie leistungs- und wettkampforientiert. Daher wollen wir den Blick vor allem auf Bewegungsmöglichkeiten im Alltag und erlebnisorientierte Sportarten lenken. Die häufige Annahme: ‚viel hilft viel’ ist falsch. Richtig ist: ‚Regelmäßig hilft viel’ – und zur Regelmäßigkeit gehören Spaß und Freude dazu. In diesem Sinne hoffe ich, dass möglichst viele Männer durch die Broschüre ‚in Bewegung kommen‘.“ Erhältlich ist die Broschüre u. a. beim Bundesministerium für Gesundheit und über das Internet.

verfasst von am 22. März 2012 um 07:14

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