Mehr Lust oder Frust beim Alltagseinkauf?

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Freitag, 10. April 2015

Wie beginnt Ihr Start ins Wochenende? Mit leerem K√ľhlschrank und aufgebrauchten Vorr√§ten? Dann sind Sie sicher nicht allein: Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen den Samstag f√ľr allt√§gliche Besorgungen. Die Begeisterung daf√ľr h√§lt sich allerdings in Grenzen, wie eine Befragung der Gesellschaft f√ľr Konsumforschung (GfK) offenbarte.

F√ľr die Analyse des Einkaufsverhaltens befragt die GfK rund 30.000 Haushalte in Deutschland. Die Befragungen werden regelm√§√üig wiederholt, um Trends im Einkaufsverhalten ermitteln zu k√∂nnen.

Aktuelle Ergebnisse aus dem Jahr 2014 zeigen, dass f√ľr jeden dritten Haushaltsf√ľhrenden (34 Prozent) der Einkauf im Supermarkt, Discounter oder der Drogerie eher eine l√§stige Pflicht ist. Der Anteil der Pflicht-Eink√§ufer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen: 2006 gaben 26 Prozent der Befragten an, allt√§gliche Eink√§ufe als l√§stig zu empfinden, 2010 waren es bereits 34 Prozent. Im selben Zeitraum sank die Anzahl der j√§hrlichen Einkaufstermine von 267 (2004) auf 216 (2014).

Dass das Einkaufen von G√ľtern f√ľr den t√§glichen Bedarf zunehmend unbeliebter wird, l√§sst sich wom√∂glich darauf zur√ľckf√ľhren, dass immer mehr Menschen am eigentlich freien Samstag einkaufen m√ľssen. Dementsprechend ist der Anteil des Umsatzes, der f√ľr G√ľter des t√§glichen Bedarf am Samstag erwirtschaftet wird, seit 2010 um zwei Prozent gestiegen, w√§hrend der am Donnerstag und Freitag erzielte Anteil des Umsatzes zur√ľckgegangen ist. √úbrigens scheinen Senioren besonders gerne an Donnerstagen einzukaufen.

Abschlie√üend noch ein Blick in die Einkaufsk√∂rbe: Unterscheidet sich die Produktauswahl unter der Woche und am Wochenende? Die Daten der GfK sprechen daf√ľr. Ab Donnerstag werden zunehmend mehr frische Lebensmittel gekauft, zum Beispiel Obst und Gem√ľse, Fleisch, Gefl√ľgel und Wurst. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass am Wochenende mehr Mahlzeiten frisch zubereitet werden? Die Nachfrage nach S√ľ√üwaren und alkoholischen Getr√§nken steigt ebenfalls zum Wochenende hin an. Putzmittel haben dagegen montags Hochkonjunktur. Der Absatz von Babynahrung bleibt √ľber die gesamte Woche relativ stabil. Die Konsumforscher der GfK spekulieren, dass junge V√§ter und M√ľtter seltener Vollzeit arbeiten und daher den Einkaufstag selbst w√§hlen k√∂nnen.

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verfasst von am 10. April 2015 um 06:32

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Ein Kommentar zu “Mehr Lust oder Frust beim Alltagseinkauf?”

  1. Anika sagt:

    Interessant, dass erst zum Wochenende hin frische Lebensmittel gekauft werden. Hätte eher Montag oder Dienstag vermutet.

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