Nachteilige Generationsverschiebung

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Mittwoch, 17. Juli 2013

Heutige Generation altert gesundheitlich schneller

Niederländische Forscher um Dr. Gerben Hulsegge untersuchten das Auftreten von metabolischen Risikofaktoren anhand von Daten der Doetinchemer Kohortenstudie. Sie fanden eine Zunahme vor allem bei Übergewicht und Adipositas bereits in jüngeren Jahren. Es sei daher mit mehr übergewichtsbedingten Erkrankungen zu rechnen, so die Prognose.

Die Doetinchemer Kohortenstudie startete im Jahr 1987 und dauerte vier Jahre lang, worauf drei Nachuntersuchungen nach sechs, elf und 16 Jahren folgten. Für ihre Analyse gruppierten Hulsegge und Team die Daten von 6377 Niederländern nach ihrem Alter, zusammengefasst in Zehn-Jahres-Schritten (20-29, 30-39, 40-49 und 50-59) . Eine mögliche Veränderung des Risikoprofils wurde im Mittel geprüft.

In allen Generationen nahm das Auftreten von Übergewicht, Adipositas und Hypertonie mit steigendem Alter zu. Jedoch hatten jüngere Generationen in einem vergleichbaren Alter wie die zehn Jahre vorangegangene Generation ein höheres Risiko. So fand sich der gleiche Anteil adipöser Menschen in den 40ern zum Beispiel in früheren Generationen erst im Alter von 55 Jahren. Auch gesundheitliche Risiken greifen somit bereits früher.

Die nachteilige Verschiebung bei Übergewicht und Adipositas zeigt sich bei den untersuchten Männern in sämtlichen Generationen, bei den Frauen vor allem in den jüngeren Generationen. Für Diabetes hingegen zeigten nur die Männer ein „verfrühtes“ Risiko. Für eine Hypercholesterinämie trat keine nachteilige Veränderung zwischen den Generationen auf. Eine vorteilhafte Veränderung durch eine HDL-Senkung dagegen stellten die Forscher nur bei den beiden ältesten Generationen fest. Der sozioökonomische Status spielte bei diesen Unterschieden im Allgemeinen nicht mit hinein.

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verfasst von am 17. Juli 2013 um 05:47

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