Nahrungsmittelpreise im Aufwärtstrend

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Donnerstag, 23. Februar 2017

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel wieder um 0,8 Prozent gestiegen. Dies gab das Statistische Bundesamt anlässlich der Grünen Woche in Berlin bekannt. Der Preisanstieg verteilte sich bis auf eine Ausnahme auf alle Nahrungsmittelgruppen.

Für jedes Jahr berechnet das Statistische Bundesamt den Verbraucherpreisindex. Er gibt an, wie stark sich die Preise einer als repräsentativ für die Verbraucher angesehenen Menge an Waren und Dienstleistungen (der sogenannte Warenkorb) im Vergleich zum Basisjahr ändern. Da sich die Konsumgewohnheiten der Verbraucher über die Jahre verändern, wird der Warenkorb regelmäßig angepasst.

Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts ist der Verbraucherpreisindex 2016 insgesamt um 0,5 Prozent gestiegen, wobei die Preise für die Nahrungsmittel im Warenkorb um 0,8 Prozent angestiegen sind. Diese überdurchschnittliche Zunahme der Nahrungsmittelpreise wurde auch schon im Vorjahresvergleich beobachtet (Gesamtindex +0,3 Prozent, Nahrungsmittelpreise +0,8 Prozent). Während 2015 allerdings sowohl Preisanstiege als auch Preisrückgänge in mehreren Warengruppen zu sehen waren, musste 2016 für den Kauf von Lebensmitteln aus fast allen Nahrungsmittelgruppen tiefer in die Tasche gegriffen werden:

  • Die Preise für Gemüse erhöhten sich um durchschnittlich 3,7 Prozent, darin enthalten war auch der Preisanstieg für Kartoffeln in Höhe von 13,8 Prozent.
  • Für Obst musste im Mittel 3,6 Prozent mehr ausgegeben werden, darunter 9,5 Prozent mehr für Zitrusfrüchte und 3,2 Prozent mehr für Äpfel.
  • Im Vergleich zum Vorjahr waren Fisch und Fischwaren 3,3 Prozent teurer, Fleisch und Fleischwaren dagegen nur 0,4 Prozent teurer.
  • Der Preisanstieg für die Warengruppe Fette und Öle betrug 2,1 Prozent. Für Olivenöl musste beispielsweise 7,3 Prozent mehr ausgegeben werden und für Butter 2,9 Prozent mehr.
  • Für Süßwaren musste 2016 rund 0,8 Prozent mehr ausgegeben werden.
  • Mit 0,6 Prozent stieg der Preis für Brot und Getreideerzeugnisse eher moderat.
  • Der Gesamtpreis für Molkereiprodukte und Eier ist zwar insgesamt um 3,2 Prozent gesunken, dies war allerdings allein auf die durchweg günstige Preisentwicklung bei Molkereiprodukten zurückzuführen (zum Beispiel: Sahne: -9,5 Prozent, Quark: -8,3 Prozent, H-Milch: -6,0 Prozent, Schnittkäse: -6,3 Prozent). Der Preis für Eier stieg dagegen verglichen mit dem Vorjahr um immerhin 8,0 Prozent.

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verfasst von am 23. Februar 2017 um 08:27

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