Neue DGE-Referenzwerte f√ľr Natrium, Chlorid und Kalium

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Donnerstag, 9. Februar 2017

Zum Jahreswechsel hat die Deutsche Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung (DGE) die Referenzwerte f√ľr die Aufnahme der lebensnotwendigen Elektrolyte Natrium, Chlorid und Kalium aktualisiert. Im Unterschied zu fr√ľher werden die Sch√§tzwerte nun nicht mehr als minimale Zufuhrmengen angegeben, sondern sind als angemessene Zufuhrmengen zu verstehen.

Natrium, Chlorid und Kalium zählen zu den wichtigsten Elektrolyten im menschlichen Organismus. Zu ihren zahlreichen Aufgaben gehört die Aufrechterhaltung des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts und der Gewebespannung. Ohne Natrium und Chlorid wären außerdem eine Weiterleitung von Nervenimpulsen und damit Muskelkontraktionen, die Funktion des Herzens und die Regulation des Blutdrucks nicht möglich. Zu den spezifischen Aufgaben von Natrium zählt außerdem der aktive Transport von Nährstoffen in die Zelle, während Chlorid als Bestandteil der Magensäure bei der Verdauung und Abwehr von Krankheitserregern mitwirkt. Als Kofaktor von Enzymen ist Kalium an der Bildung von Proteinen und Glykogen beteiligt.

Bei der √úberarbeitung der Referenzwerte hat sich die DGE am aktuellen Stand der Wissenschaft orientiert. Erstmals wurden die Sch√§tzwerte f√ľr die drei Mengenelemente nicht mehr als minimale Zufuhr, sondern als Sch√§tzwerte f√ľr eine angemessene Zufuhr formuliert. F√ľr Erwachsene gilt nun eine Natriumzufuhr in H√∂he von 1.500 mg pro Tag als angemessen. Der neue Chlorid-Referenzwert f√ľr Erwachsene betr√§gt 2.300 mg pro Tag. Die Kaliumaufnahme Erwachsener sollte bei 4.000 mg t√§glich liegen, wobei stillenden Frauen aufgrund ihres erh√∂hten Bedarfs rund 400 mg mehr Kalium pro Tag empfohlen werden. Die Sch√§tzwerte f√ľr verschiedene Altersgruppen (Referenzwerttabellen) sowie ausgew√§hlte Fragen und Antworten zu den einzelnen N√§hrstoffen sind auf der Internetseite der DGE frei zug√§nglich.

In ihrer Pressemitteilung weist die DGE auf die besondere Bedeutung von Kalium in Verbindung mit Bluthochdruck hin. W√§hrend eine hohe Aufnahme von Speisesalz, welches aus Natrium und Chlorid besteht, das Risiko f√ľr Bluthochdruck erh√∂ht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beg√ľnstigt, kann eine kaliumreiche und zugleich natriumarme Ern√§hrung Bluthochdruck reduzieren und vor Schlaganf√§llen sch√ľtzen. Da verarbeitete Produkte h√§ufig viel Salz enthalten (beispielsweise Brot, Wurstwaren, K√§se, Fischkonserven, W√ľrzso√üen und Fertigprodukte), sollten stattdessen vermehrt wenig verarbeitete, kaliumreiche Lebensmittel wie Obst und Gem√ľse auf dem Speiseplan stehen. Besonders hoch ist der Kaliumgehalt von Trockenobst, N√ľssen, Vollkornmehl und Kartoffeln. In der eigenen K√ľche kann Kochsalz eingespart werden, wenn Speisen anstelle von Salz mit Kr√§utern und Gew√ľrzen abgeschmeckt werden.

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verfasst von am 9. Februar 2017 um 07:12

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Ein Kommentar zu “Neue DGE-Referenzwerte f√ľr Natrium, Chlorid und Kalium”

  1. Markus sagt:

    Bei der Ernährung meiner Familie ist es wichtig den Elektrolythaushalt nicht durcheinander zu bringen. Aufrgrund dessen bevorzuge ich Natriumarme Kost.

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