Nicht-infektiöse Erkrankungen

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Freitag, 23. September 2011

Bedrohung des globalen Wirtschaftswachstums und sozio-ökonomisches Problem

Sechsunddrei√üig Millionen Todesf√§lle gehen j√§hrlich auf nicht-infekti√∂se Erkrankungen zur√ľck. Nicht-√ľbertragbare Krankheiten, darunter √ľberwiegend Herzerkrankungen, Krebs, Lungenerkrankungen und Diabetes haben inzwischen Infektionskrankheiten als Haupttodesursache eingeholt, auch in Entwicklungs- und Schwellenl√§ndern.

Wenn sich der aktuelle Trend der Zunahme dieser Erkrankungen nicht ver√§ndert, betragen die Kosten durch nicht-√ľbertragbare Erkrankungen, die vor allem Staaten mit niedrigem oder mittlerem Einkommen betreffen, bis zum Jahr 2025 nach Angaben des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum) an die sieben Trillionen Dollar.

Die Folgen nicht-infekti√∂ser Erkrankungen ziehen weite Kreise, da sich einschneidende Konsequenzen nicht nur f√ľr die Gesellschaft, sondern auch f√ľr den Einzelnen ergeben. Die finanziellen Einbu√üen, die durch den gesundheitsbedingten Arbeitsausfall entstehen, tangieren die Betroffenen und deren Familien direkt. Sch√§tzungen zufolge treiben gesundheitliche Kosten j√§hrlich an die hundert Millionen Menschen in die Armut.

Mögliche Ansatzpunkte, um nicht-infektiösen Erkrankungen entgegen zu wirken, sind (1):

  • erh√∂hte Besteuerung¬†der Genussdrogen Alkohol und Tabak
  • Salz und trans-Fetts√§uren als Inhaltsstoffe verarbeiteter Lebensmittel reduzieren
  • Lebensstilfaktoren „gesunde Ern√§hrung“ und „ausreichend Bewegung“ f√∂rdern

In L√§ndern wie Sri Lanka, der Ukraine und Kenia, die Ma√ünahmen wie eine Salzreduktion und eine versch√§rfte Tabakkontrolle eingef√ľhrt haben, erwiesen sich die get√§tigten Aktionen laut WHO als Erfolge. Es traten weniger nicht-infekti√∂se Erkrankungen auf und es starben auch weniger Menschen an diesen. Durch im Vergleich zu m√∂glichen Kosten sehr geringe Ausgaben k√∂nnen so Millionen von Leben gerettet werden.

(1) Auch Vorbeuge-Untersuchungen (Herzerkrankungen und Gebärmutterhalskrebs) und Impfungen (Hepatitis B zur Senkung des Leberkrebsrisikos) werden hierunter genannt.

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verfasst von am 23. September 2011 um 11:44

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