Schau mir in die Augen, Kleine (Gesundheits-App)

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Mittwoch, 25. März 2020

Bei √ľber 100.000 Gesundheits-Apps hat man als Verbraucher die Qual der Wahl. Eine Online-Checkliste kann dabei helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen und wirklich gute und sichere Produkte zu finden.

Sie sind Coaches f√ľr gesunde Ern√§hrung, Bewegung und zur Nikotinentw√∂hnung, pr√ľfen Symptome, stellen Diagnosen, merken sich Werte, erinnern an anstehende Messungen und Vorsorgeuntersuchungen und vieles mehr: Die Bandbreite an Gesundheits-Apps ist unvorstellbar gro√ü, und f√ľr (fast) jedes gesundheitliche Problem gibt es mindestens eine digitale L√∂sung. Laut einer Umfrage von Bitkom Research nutzten 2019 zwei von drei Smartphone-Besitzern Gesundheits-Apps, wobei Gesundheits-, Fitness- und Ern√§hrungsthemen besonders beliebt waren. Bei einer Krankheit w√§ren √ľber zwei Drittel bereit, digitale Unterst√ľtzungsangebote einzusetzen, und die H√§lfte der Befragten ging davon aus, dass die digitale Versorgung notwendig w√§re, um steigende Kosten im Gesundheitswesen zu kompensieren.

Doch wo viel Licht ist, findet sich auch Schatten. Welchen Nutzen bringen Gesundheits-Apps wirklich? Sind ihre Inhalte seri√∂s und wissenschaftlich fundiert? Und wie ist es um den Datenschutz bestellt? Viele Apps sammeln sensible Gesundheitsdaten, die vor Missbrauch gesch√ľtzt werden sollten. Das Aktionsb√ľndnis Patientensicherheit hat eine Checkliste erarbeitet, anhand derer Verbraucher Gesundheits-Apps testen k√∂nnen. Dies geht direkt online in drei Schritten. Zun√§chst werden Kriterien wie der Zweck und die Funktionalit√§t der Apps, die Finanzierungsform und Bewertungen anderer abgefragt, dann folgen Auswertung und Empfehlung. „Die Checkliste ist ein einfaches, aber gutes Instrument, um auf Nummer sicher zu gehen. Werden die Kriterien nicht oder nur teilweise erf√ľllt, ist Skepsis angebracht“, empfiehlt Dr. Susanne Weg-Remers vom Krebsinformationsdienst der Deutschen Krebsforschungszentrums.

Durch das Ende 2019 verabschiedete „Digitale Versorgung-Gesetz“ k√∂nnen zuk√ľnftig √Ąrzte medizinische Apps verordnen – vorausgesetzt, die Apps sind als Medizinprodukte zugelassen. Die Nutzenbewertung obliegt hier dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

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verfasst von am 25. März 2020 um 07:37

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