Städtische Landwirtschaft: Gemüseanbau in der fünften Etage?

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Donnerstag, 22. August 2013

In Den Haag gibt es viele leer stehende Büroräume und in den letzten Jahren ist die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln angestiegen. Beide Sachverhalte sind nicht neu und gelten sicher nicht nur für Den Haag und die Niederlande. Innovativ ist allerdings die Idee, wie beide Fakten dort miteinander verbunden und wirtschaftlich gelöst werden können.

Stadt
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In den Haag stehen 11 Prozent der Büroräume leer. Dies ist nicht nur totes Kapital für den Eigentümer, sondern auch kein Aushängeschild für die Stadt. Deshalb hat die Stadtverwaltung mit der Universität Wageningen, mit einer auf Innovationen im Agrarsektor spezialisierten Stiftung und weiteren Partnern ein Konzept entwickelt, um die Büroräume mit neuem, grünen Leben zu füllen. Zukünftig sollen leerstehende Büroräume zum Anbau von Obst, Gemüse, Kräutern oder zum Beispiel medizinischen Pflanzen verwendet werden, so lautet ihre Zukunftsvision.

Als Pilotprojekt wurde nun eine teilweise leerstehende Büroeinheit gefunden, die in eine produktive grüne Oase umgewandelt werden soll. Auf zwei Etagen stehen in diesem Gebäude rund 3000 Quadratmeter zur landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Außerdem liegt das Gebäude so zentral, dass die angebauten Produkte direkt vor Ort in einem Ladengeschäft, einem Restaurant oder Café verkauft werden könnten. Das ganze Projekt soll jedoch nicht von oben bestimmt und durchgeführt werden. Vielmehr wurde ein Wettbewerb für die gärtnerische Umgestaltung der Büroräume organisiert. Bis Anfang Oktober können interessierte Betriebe ihre Konzepte vorlegen. Der Sieger darf seine Pläne realisieren, er erhält einen günstigen Mietpreis und Unterstützung durch die Stadt bei Umsetzung und Marketing.

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verfasst von am 22. August 2013 um 06:34

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