Süßwaren als deutsche Exportschlager

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Donnerstag, 24. Januar 2013

Weihnachten ist längst vorbei und die eigenen Plätzchenvorräte schwinden. Aber nicht nur Spekulatius, Lebkuchen und Co. sind im Ausland beliebt, sondern auch viele andere deutsche Süßigkeiten.

Lebkuchen
© acme

Das Statistische Bundesamt ermittelte, dass innerhalb von einem Jahr (Oktober 2011 bis September 2012) insgesamt 14.200 Tonnen Lebkuchen aus Deutschland exportiert wurden. Bei einem Gewicht von 50 Gramm pro Stück würde dies 284 Millionen Lebkuchen entsprechen. Verglichen mit der Vorsaison sank die Menge an exportierten Lebkuchen zwar um circa 600 Tonnen, dennoch stieg der Erlös aus den Exporten: Waren im Wert von rund 44,9 Millionen Euro wurden aus Deutschland ausgeführt, in der Vorsaison waren es 43,9 Millionen Euro. Der Weg vieler ins Ausland verkaufter Lebkuchen ist indessen nicht besonders weit: ein gutes Viertel (25,7 Prozent) ging an unsere direkten Nachbarn, die Österreicher.

Dagegen sind die Importe von Lebkuchen nach Deutschland verhältnismäßig gering: Rund 4.800 Tonnen Lebkuchen wurden im gleichen Zeitraum nach Deutschland importiert, ein gutes Viertel davon stammt aus den Niederlanden (26,7 Prozent).

Ausfuhr Süßwaren

 

Auch andere deutsche Naschereien sind im Ausland beliebt. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wurden im Jahr 2011 insgesamt 1.75 Millionen Tonnen Süßwaren exportiert. Insbesondere deutsche Schokoladewaren sind im Ausland beliebt (27,4 Prozent der gesamten Süßwarenexportmenge), gefolgt von Kakao- und Schokoladenhalberzeugnissen (20,5 Prozent) und feinen Backwaren (18,5 Prozent). Kakaohaltige Zuckerwaren, Lebensmittelzubereitungen, Knabberartikel, Speiseeis und Rohmassen waren dagegen bei den Süßwarenexporten von untergeordneter Bedeutung (jeweils unter sechs Prozent). Glaubt man Tobias Bachmüller, dem stellvertretenden Vorsitzenden des BDSI, so ist Deutschland gar Weltmeister im Süßwarenexport.
 

Prokopf-Verbrauch Süßwaren

 

Und was und wie viel naschen die Deutschen selbst? Laut BDSI wurden 2011 pro Person 31,96 Kilogramm Süßwaren verbraucht. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 1,9 Prozent. Besonders beliebt waren Schokoladewaren (9,61 Kilogramm pro Person, dies entspricht 30 Prozent des gesamten Süßwarenverbrauchs), gefolgt von feinen Backwaren (7,47 Kilogramm pro Person, 23,8 Prozent) und Zuckerwaren (5,75 Kilogramm pro Person, 18,0 Prozent). Verglichen mit dem Vorjahr hat vor allem Speiseeis an Beliebtheit zugenommen, der Verbrauch stieg um über zehn Prozent an. Knabberartikel und Schokoladewaren wurden ebenfalls mehr verbraucht. Der Verbrauch von Zuckerware und feinen Backwaren stagnierte, während kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen deutlich an Beliebtheit verloren (Rückgang des Verbrauchs um 9,8 Prozent). Insgesamt wurden 2011 pro Person 111,48 Euro für Süßwaren ausgegeben, verglichen mit dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 0,6 Prozent.

Quelle:
Statistischen Bundesamt (2012):
14 2000 Tonnen deutsche Lebkuchen innerhalb eines Jahres exportiert. Pressemitteilung vom 27.11.2012

Weitere Angaben zu Süßwarenproduktion, Süßwarenexport und -verzehr finden Sie hier.

verfasst von am 24. Januar 2013 um 07:53

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