Tipps, um Lebensmittelm√ľll zu vermeiden

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Donnerstag, 30. Juni 2011

In Deutschland werden jährlich rund 6,6 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro von privaten Haushalten weggeworfen. Das muss nicht sein! Lesen Sie hier Tipps zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung.

Planen Sie Ihren Lebensmitteleinkauf im Voraus: Wenn Sie vor dem Einkauf K√ľhlschrank und Vorratsregale √ľberpr√ľfen, vermeiden Sie ungewollte Doppeleink√§ufe. Au√üerdem sehen Sie Produkte, die in Vergessenheit geraten sind oder/und demn√§chst verzehrt werden sollten.

Die richtige Menge einkaufen: Lebensmittel in gr√∂√üeren Gebinden sind zwar auf den Einheitspreis bezogen h√§ufig g√ľnstiger. Wenn aber sp√§ter die H√§lfte der Packung verdirbt, relativiert sich die Preisersparnis. In diesem Fall lohnt sich der Kauf kleinerer Packungen. Vielleicht besteht auch die M√∂glichkeit, sich mit Freunden oder Nachbarn abzusprechen und gr√∂√üere Packungen zu teilen. Wenn Sie einen Gefrierschrank haben, k√∂nnen Sie einen Teil der verderblichen Lebensmittel wie Butter oder Brot tiefgek√ľhlt aufbewahren. Dann sollten allerdings auch die Best√§nde im Gefrierschrank regelm√§√üig gesichtet werden.

Lebensmittel richtig lagern: Die richtige Lagerung ist Voraussetzung f√ľr eine m√∂glichst lange Haltbarkeit der eingekauften Lebensmittel. Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch sollten m√∂glichst k√ľhl und dunkel gelagert werden, jedoch nicht im K√ľhlschrank. Auch Tomaten werden besser ungek√ľhlt aufbewahrt, im K√ľhlschrank verlieren sie ihren Geschmack und werden mehlig. Andere Lebensmittel wie Beeren, Spargel, frische Kr√§uter und Salat sind dagegen im Gem√ľsefach des K√ľhlschranks gut aufgehoben. Auch Fleisch- und Wurstwaren, Milch- und Milchprodukte, Butter und Eier sind gek√ľhlt l√§nger haltbar. Brot dagegen trocknet im K√ľhlschrank schnell aus. Frischer bleibt es in einem dicht verschlossenen Plastikgef√§√ü oder einem Gefrierbeutel.

Käse
© edelstahltechnik24

Die Sache mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum: Urspr√ľnglich wurde das Mindesthaltbarkeitsdatum eingef√ľhrt, um den Verbraucher vor verdorbenen Lebensmitteln zu sch√ľtzen. Bis zu diesem Zeitpunkt kann das Produkt ohne wesentliche Geschmacks- und Qualit√§tseinbu√üen und v. a. ohne gesundheitliches Risiko verzehrt werden. Hierf√ľr garantiert der Hersteller, stellvertretend h√§ufig auch das Gesch√§ft, in dem das Lebensmittel erworben wurde¬† ‚Äď vorausgesetzt, das Lebensmittel wurde sachgerecht aufbewahrt. Angegeben wird allerdings lediglich, bis wann das Produkt mindestens haltbar sein muss. Meist ist es auch nach √úberschreitung des Termins noch verzehrsf√§hig. Vertrauen Sie Ihren eigenen Sinnen (Aussehen, Geruch, Geschmack), bevor sie solche Lebensmittel wegwerfen (1).

Kreative Eigenkreationen aus Resten: Was in der Nachkriegszeit jeder Hausfrau gel√§ufig war, ist inzwischen in Vergessenheit geraten: Auch aus Resten l√§sst sich Schmackhaftes zaubern: Aus √ľbrig geblieben Kartoffeln werden z. B. mit Zwiebeln und klein geschnittenem Speck oder Champignons Bratkartoffeln oder eine Tortilla, Nudeln und Reis vom Vortag eignen sich als Basis f√ľr Salate oder als Suppeneinlage. Und Fleisch-, K√§se- und Gem√ľsereste k√∂nnen z. B. als Pfannkuchenf√ľllung weiterverwendet oder zusammen mit √ľbrigen Beilagen als Auflauf zubereitet werden.

Tipp: Manchmal hilft es, eine begrenzte Zeit Buch dar√ľber zu f√ľhren, was und wie viel im eigenen Haushalt weggeworfen wird. So k√∂nnen Schwachstellen entdeckt und gezielt angegangen werden.

(1) Vom Mindesthaltbarkeitsdatum zu unterscheiden ist das Verbrauchsdatum. Es wird f√ľr Lebensmittel angegeben, die sehr leicht verderblich sind und von denen nach kurzer Zeit eine direkte Gefahr f√ľr die menschliche Gesundheit ausgehen kann (z. B. Hackfleisch, rohes Gefl√ľgelfleisch). Nach Ablauf des Verbrauchsdatums sollten Produkte nicht mehr verzehrt werden.

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Zum Thema

aid, Oktober 2011: Muss das sein? Lebensmittel auf dem M√ľll

verfasst von am 30. Juni 2011 um 07:34

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Ein Kommentar zu “Tipps, um Lebensmittelm√ľll zu vermeiden”

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