Verbot f√ľr gro√üe Getr√§nkebecher in New York

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Montag, 24. September 2012

Im Kampf gegen Fettleibigkeit geht New York neue Wege. Als erste Stadt der USA d√ľrfen dort ab M√§rz 2013 zuckerhaltige Softdrinks und ges√ľ√üter Kaffee nur noch in Bechern verkauft werden, die maximal 16 Unzen (umgerechnet 473 Milliliter) beinhalten.

Getränke
© AlishaV

In New York f√ľr bestimmte Getr√§nke bald verboten: gro√üe Getr√§nkebecher.

Letzten Donnerstag best√§tigte der Gesundheitsrat von New York die Initiative des B√ľrgermeisters Michael Bloomberg. W√§hrend nicht nur von Seiten der Industrie gro√üe Skepsis gegen√ľber Bloombergs Vorsto√ü ge√§u√üert wird, ist der B√ľrgermeister von seiner Idee √ľberzeugt: „Ich glaube, dass ist der gr√∂√üte Einzelschritt, den je eine Stadt im Kampf gegen Fettleibigkeit gemacht hat“, so Bloomberg.

Wenn das Verbot in Kraft tritt, d√ľrfen Schnellrestaurants, Caf√©s, Imbissbuden, Kinos und Stadien kalorienreiche Softdrinks und Kaffee nicht mehr in Bechern verkaufen, die mehr als einen knappen halben Liter (16 Unzen, das entspricht 473 Millilitern) fassen k√∂nnen. F√ľr Cola mit S√ľ√üstoff, Fruchtsaft, Milchkaffee und Bier bleibt jedoch alles beim Alten: Sie d√ľrfen weiterhin auch in gr√∂√üeren Bechern angeboten werden. Ausschlaggebend ist offiziell der Energiegehalt der Getr√§nke: Das Verbot bezieht sich nur auf Getr√§nke, die mehr als zehn Kalorien pro 100 Milliliter enthalten. Der Blick in eine Kalorientabelle verr√§t allerdings, dass Bier und Fruchtsaft diese Grenze deutlich √ľberschreiten.

Mehr als jeder dritte US-Amerikaner ist fettleibig, es besteht also dringend Handlungsbedarf. Das Verbot gro√üer Getr√§nkebecher kann allerdings nur als ein Mosaikstein im Kampf gegen √úbergewicht gesehen werden. Dessen ist sich auch Bloomberg bewusst. Deshalb erg√§nzte er seine Aussage √ľber den „gr√∂√üten Einzelschritt“ folgenderma√üen: „…aber es ist ganz bestimmt nicht der letzte Schritt, den viele St√§dte machen werden, und wir glauben, dass das viele Leben retten wird.“ Das Getr√§nkebecherverbot kann indessen nur noch gerichtlich aufgehalten werden. Bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte man in New York plant. Und vor allen Dingen wie erfolgreich diese Ma√ünahmen sein werden.

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verfasst von am 24. September 2012 um 06:15

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