Weihnachtsplätzchen: Was uns lieb und teuer ist

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Dienstag, 20. Dezember 2016

Weihnachtsgebäck gehört für viele zu Weihnachten wie die Kerzen zum Adventskranz. Und mit jedem fertiggestellten Rezept steigt die Freude auf das Weihnachtsfest. Leider müssen Verbraucher in diesem Jahr beim Einkauf von Eiern, Butter, Zucker und Milch deutlich tiefer in die Tasche greifen als in der vergangenen Adventszeit.

Bereits Anfang 2016 wurde der Eipreis erhöht. Seitdem bezahlen Verbraucher beispielsweise für 10 Eier aus Bodenhaltung 1,19 € anstatt 0,99 € in der vergangenen Adventszeit. Dies entspricht einer Erhöhung um 20 Prozent. Im Mai hat der Lebensmitteleinzelhandel dann den Preis für Milch rekordverdächtig gesenkt, was viel Kritik hervorrief. Ein Liter Trinkmilch war bereits für 46 Cent zu haben. Dieser niedrige Preis hielt sich allerdings nicht lange. Im Herbst 2016 wurden die Preise für Milch und Milchprodukte aufgrund des niedrigeren Milchaufkommens wieder erhöht, sodass augenblicklich ein Liter Vollmilch ab 65 Cent zu haben ist. Dies entspricht einer Erhöhung um 6 Cent (10 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Spitzenreiter in Bezug auf die Preiserhöhung ist Butter: Der Preis für eine Packung (250 Gramm) Butter wurde 2016 auf 1,29 € erhöht, was einem Plus von 40 Cent beziehungsweise 45 Prozent im Vergleich zur Adventszeit des letzten Jahres entspricht.

Aufgrund des geringeren Angebots wurden auch der Preis für Zucker im Lebensmittelhandel „angepasst“, das heißt erhöht. Seit Inkrafttreten der neuen Verträge schlägt ein Kilogramm Haushaltszucker mit 69 Cent (+4 Cent, das heißt +6 Prozent) zu Buche. Ein kleiner Lichtblick ist dagegen der Preis für ein Kilogramm Mehl, der einen Monat später auf 32 Cent (-3 Cent, das heißt -8 Prozent) im Preiseinstiegssegment gesenkt wurde.

Wie sich diese Preisänderungen für die Grundzutaten auf ein Rezept Weihnachtsgebäck auswirken, hat die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) beispielhaft für ein Rezept Spritzgebäck (aus 500 Gramm Mehl, 250 Gramm Butter, 250 Gramm Zucker und 2 Eiern) ausgerechnet, wobei Preise des Basissortiments (Handelsmarken) zugrunde gelegt wurden. Demnach kosten die Zutaten aktuell 1,86 € und damit 44 Cent mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Damit ist das selbst hergestellte Spritzgebäck in diesem Jahr fast 31 Prozent teurer als 2015.

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verfasst von am 20. Dezember 2016 um 09:14

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