WHO: Mindestens 41 Millionen Kinder unter f√ľnf Jahren weltweit haben √úbergewicht oder Adipositas

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Donnerstag, 25. Februar 2016

Nach Angaben der Kommission f√ľr die Beseitigung der Adipositas im Kindesalter (ECHO) waren bereits im Jahr 2014 41 Millionen Kinder unter f√ľnf Jahren √ľbergewichtig oder adip√∂s. Zur Pr√§vention und Bek√§mpfung von √úbergewicht im Kindesalter empfiehlt die Kommission daher umfassende Ma√ünahmen auf politischer Ebene.

Nach zweijähriger Arbeit stellte die Kommission der WHO Ende Januar in Genf ihren  Abschlussbericht zur globalen Verbreitung von Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) im Kindesalter vor. Demnach ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas in den letzten 25 Jahren weltweit fast um die Hälfte gestiegen (von 4,8 Prozent 1990 auf 6,1 Prozent 2014).

Neben dieser alarmierenden Entwicklung gibt insbesondere die Verbreitung des gewichtigen Problems Anlass zur Sorge. √úbergewicht ist l√§ngst kein Ph√§nomen mehr, das sich auf die reichen westlichen L√§nder und sozio√∂konomisch besser gestellten Menschen in Entwicklungs- und Schwellenl√§ndern beschr√§nkt. Vielmehr ist die Zunahme der Anzahl √ľbergewichtiger und adip√∂ser Kinder im Alter unter f√ľnf Jahren in L√§ndern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen am gr√∂√üten gewesen. Im Jahr 2014 lebten knapp die H√§lfte (48 Prozent) der unter f√ľnfj√§hrigen Kinder mit √úbergewicht oder Adipositas in Asien und ein weiteres Viertel (25 Prozent) in Afrika. Dort hat sich die Anzahl der betroffenen Kinder dieser Altersgruppe seit 1990 von 5,4 Millionen Kindern auf 10,3 Millionen Kinder verdoppelt.

Höchste Zeit also zur Bekämpfung des weltweiten Problems auf politischer Ebene, meinen die ECHO-Experten der WHO. Sie empfehlen

  • die F√∂rderung einer gesunden Ern√§hrung und Verringerung der Aufnahme ungesunder Lebensmittel und mit Zucker ges√ľ√üter Getr√§nke beispielsweise durch Besteuerung ungesunder Lebensmittel oder Werbebeschr√§nkungen;
  • die F√∂rderung von Bewegung durch Bewegungsprogramme;
  • die Pr√§vention der Entstehung sp√§terer Erkrankungen durch Begleitung von Paaren mit Kinderwunsch und werdenden Eltern (Bek√§mpfung von √úbergewicht im Kindesalter durch Kontrolle des Geburtsgewichts);
  • die Unterst√ľtzung einer gesunden Ern√§hrung und Bewegung von Geburt an;
  • die Implementation von umfassenden Programmen zur F√∂rderung der Gesundheit, Ern√§hrung und k√∂rperlichen Aktivit√§t von Kindern im schulpflichtigen Alter:
  • die Unterst√ľtzung eines umfassenden Gewichtsmanagements von Kindern und jungen Erwachsenen mit Adipositas.

Der gesamte Abschlussbericht ist hier erhältlich.

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verfasst von am 25. Februar 2016 um 07:15

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