Nierenlexikon - Hämodialyse

Hämodialyse

häufigste Form der Dialyse, bei der vorwiegend kleine Teilchen wie Elektrolyte, Harnstoff, Kreatinin, Aminosäuren und Glucose aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Die Punktion der Gefäße wird durch einen Cimono-Shunt erleichtert.

Die Durchlässigkeit für die verschiedenen Stoffe ist von der Größe der halbdurchlässigen Membran abhängig.

Durch das Dialysat können auch Stoffe zugeführt werden. Die Konzentration der entsprechenden Substanzen muss dabei höher sein als im Blut. Dies gilt z.B. für Calcium, Glucose und Bicarbonat.

Um das Unterzuckerungsrisiko bei Diabetikern durch den Übertritt von Glucose in das Dialysat zu verringern, enthält die Dialyseflüssigkeit pro 100 ml etwa 120 mg Glucose. Begleitend zur Hämodialyse ist die Einhaltung einer entsprechenden Ernährungsweise (Dialysediät) notwendig.

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