Nierenlexikon - Urämie

Urämie

auch: Harnvergiftung, terminale Niereninsuffizienz

viertes und letztes Stadium der chronischen Niereninsuffizienz, bei dem die glomeruläre Filtrationsrate auf unter 15 ml/min abgesunken ist.

Dies hat eine weitere Verminderung der Urinausscheidung (<100 ml/Tag) sowie den Anstieg harnpflichtiger Substanzen im Blut zur Folge. Die Serumwerte für Kreatinin übersteigen 12 mg/dl, die des Harnstoffs 150 mg/dl.

Das Krankheitsbild ist neben allgemeinen Beschwerden (Übelkeit, Durchfälle, Krämpfe, Benommenheit) durch eine Reihe weiterer Symptome wie Neigung zu Ödemen und Blutungen, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz sowie neurologische Schäden gekennzeichnet.

Äußere Kennzeichen sind urinöser Geruch der Atemluft, gelbliche Haut und eine schwere tiefe Atmung (Kussmaul-Atmung).

In diesem Stadium ist die Umstellung auf eine Dialysebehandlung unbedingt erforderlich. Dies beinhaltet weiterhin Anpassung der Ernährung (Dialysediät). Eine weitere Möglichkeit besteht in einer Nierentransplantation. Ohne eine entsprechende Behandlung führt die Urämie unweigerlich zum urämischen Koma und schließlich zum Tod.

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