Erkältung? Nein danke.

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Mittwoch, 26. Januar 2011

So sch√ľtzen Sie sich vor Husten, Schnupfen und Co.

Junge Frau mit Taschentuch

Viele Ratschläge entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage

Wer kennt es nicht? Kaum sinkt das Quecksilber im Thermometer Richtung Null oder sogar darunter, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Menschen um einen herum ihre Taschent√ľcher auspacken oder anfangen zu husten. Nun scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis es einen selbst auch erwischt. Und ebenso zahlreich wie die Menschen im eigenen Umfeld sind auch die Tipps, Tricks und Hausmittelchen zur Vorbeugung und Behandlung von Erk√§ltungen. Viele dieser Ratschl√§ge entbehren allerdings einer wissenschaftlichen Grundlage, sind bei n√§herer Untersuchung nicht wirksam, z. T. auch teuer.

Was passiert bei einer Erkältung?

Erste Symptome

Eine Erk√§ltung ist eine Infektionskrankheit, die meist durch Viren, manchmal zus√§tzlich auch durch Bakterien hervorgerufen wird. Die ersten Symptome sind meist ein Kratzen im Hals oder Halsschmerzen. Innerhalb von ein paar Tagen k√∂nnen weitere Beschwerden hinzukommen, z. B. eine verstopfte oder laufende Nase, Niesen, Husten und Kopfschmerzen. Manchmal geht die Erkrankung auch mit leichtem Fieber und allgemeiner Mattigkeit einher. Gew√∂hnlich dauert sie ca. eine Woche, die schlimmsten Beschwerden sind meist bereits nach den ersten drei bis vier Tagen √ľberstanden.

Kinder erkranken häufiger

Erwachsene erkranken im Schnitt zwei- bis viermal j√§hrlich an einer Erk√§ltung, Kinder deutlich h√§ufiger. Haupterkrankungszeit ist der Winter, da in dieser Jahreszeit die Schleimhaut von Nase und Rachen durch Heizungsluft oft ausgetrocknet ist und Erk√§ltungsviren damit leichter eindringen k√∂nnen. Die H√§ufigkeit der Erkrankung ist nicht unbedingt ein Zeichen f√ľr St√∂rungen in der Immunabwehr, sondern auch auf die Vielzahl an unterschiedlichen Erk√§ltungsviren und deren Wandlungsf√§higkeit zur√ľckzuf√ľhren: Hat der K√∂rper Abwehrmechanismen gegen ein Virus entwickelt, bedeutet dies nicht unbedingt, dass er auch vor anderen gesch√ľtzt ist. Dies ist auch der Grund f√ľr die h√§ufigere Erkrankung von Kindern.

Der Wunsch eine Erkältung zu umgehen, ist groß

Erk√§ltungen gehen zwar selten mit Komplikationen wie Nasennebenh√∂hlenentz√ľndungen, Bronchitis und Infektionen des Kehlkopfes einher, dennoch ist die individuelle Krankheitslast h√§ufig hoch und folglich auch der Wunsch, eine Krankheit bereits im Voraus zu vermeiden. Hierzu kursieren zahlreiche Tipps und Heilmittel. Die Wirksamkeit einer Reihe dieser Tipps ist allerdings wohl eher eine Frage des Glaubens. Sinnvoller erscheint es – wo immer m√∂glich – Erk√§ltungsviren aus dem Weg zu gehen bzw. richtig damit umzugehen.

Was hilft wirklich? Und wie kann man sich im Voraus vor einer Erkrankung sch√ľtzen?

Viren lauern √ľberall, insbesondere dort, wo viele Menschen unterwegs sind, beispielsweise in Kaufh√§usern und √∂ffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ansteckung durch niesende und hustende Menschen l√§sst sich m√∂glicherweise (wenn auch schwierig) vermeiden. Da Viren aber auch auf T√ľrklinken, der Taste am Fahrkartenautomat oder auf Geldscheinen zu finden sind, empfiehlt es sich gerade im Winter, h√§ufiger die H√§nde zu waschen und nicht mit ungewaschenen H√§nden an Nasen oder Augen zu reiben. Zum Absp√ľlen der Viren gen√ľgen Wasser und Seife, ein zus√§tzliches Desinfizieren ist unn√∂tig und schadet au√üerdem der Haut. H√§ufig wurde auch geraten, auf einen H√§ndedruck mit erkrankten Personen zu verzichten, dies kann aber im Berufsalltag zu Missverst√§ndnissen f√ľhren.

Zum Schluss eine gute Nachricht f√ľr alle frisch Verliebten bzw. Verliebt-Gebliebenen…

Da die die Erk√§ltung ausl√∂senden Viren entgegen fr√ľherer Annahmen nicht durch den Mund, sondern durch Nase und Augen zu ihrem Wirt gelangen, steht einem Kuss aus gesundheitlicher Sicht nichts im Wege.

Lesen Sie hierzu auch: F√ľr ein gutes Abwehrsystem.

verfasst von am 26. Januar 2011 um 07:05

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