Gegen den Winterblues: Viel Obst und Gemüse

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Dienstag, 19. Februar 2013

Obst und Gemüse steigern Wohlbefinden

Ein Apfel „gegen“ den Doktor, viele gegen die schlechte Laune? Menschen, die reichlich zu Obst und Gemüse greifen, scheinen ruhiger, glücklicher und tatkräftiger zu sein. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität von Otago. Sie untersuchten gemeinsam, ob und inwiefern das, was wir essen, unsere Emotionen beeinflussen kann.

Gemüse
© Alex E. Proimos

281 junge Erwachsene füllten im Rahmen der Studie ein Internet-Tagebuch aus. Vorab machten sie persönliche Angaben, die unter anderem auch ihre Größe und ihr Gewicht einschlossen. Die Teilnehmer berichteten in dem Tagebuch 21 Tage lang über ihren Verzehr. Jeden Abend trugen sie in das Tagebuch ein, wie sie sich fühlten. Dazu standen ihnen neun positiv und neun negativ belegte Adjektive zur Verfügung. Außerdem sollten die Probanden fünf Fragen darüber beantworten, was sie an diesem Tag gegessen hatten. Dabei ging es vor allem um Obst, Gemüse sowie diverse Süßigkeiten und Snacks.

Ein Zusammenhang zwischen Verzehr und Stimmung zeigte sich nur für Obst und Gemüse: Je mehr die Teilnehmer davon aßen, desto besser war ihre Laune. „An Tagen, an denen die Leute mehr Obst und Gemüse aßen, berichteten sie, ruhiger, glücklicher und tatkräftiger zu sein, als sie normalerweise waren“, sagt die an der Studie beteiligte Psychologin Tamlin Conner.

Um auszuschließen, dass die gute Laune dem Obst- und Gemüseverzehr voranging, unternahmen Conner und ihr Team zusätzliche Analysen. Sie fanden, dass sich die Wirkung von Obst und Gemüse auch noch auf die Stimmung am darauffolgenden Tag auswirkte und folgerten daraus, dass es tatsächlich der Verzehr sei, der bei diesem Zusammenhang an erster Stelle stünde. Diese Feststellung galt unabhängig vom BMI der Teilnehmer.

„Durch weitere Untersuchungen konnten wir zeigen, dass junge Menschen ungefähr sieben bis acht Portionen Obst und Gemüse verzehren müssten, um eine bedeutsame positive Änderung zu bemerken“, merkt Conner an. Eine Portion entspräche in etwa einer Größe, die auf den Handteller passe oder auch einer halben Tasse.

Quelle:
Conner T (24.01.2013): Otago study suggests many apples a day keep the blues at bay

verfasst von am 19. Februar 2013 um 06:39

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