Hülsenfrüchte: klein, aber oho!

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Donnerstag, 3. Mai 2012

Zu den Hülsenfrüchten zählen Erbsen, Linsen und Bohnen. Sie sind wichtige pflanzliche Eiweißquellen und sättigen lange bei vergleichsweise wenig Kalorien. Deshalb und aufgrund ihres niedrigen glykämischen Indexes können sie der Entstehung von Typ 2-Diabetes und Übergewicht entgegenwirken.

Puy-Linsen
© WordRidden

Trotz all ihrer guten ernährungsphysiologischen Eigenschaften ist der Anbau von Eiweißpflanzen in Deutschland rückläufig. Ein Verbundprojekt namens „LeguAN“ (Innovative und ganzheitliche Wertschöpfungskonzepte für funktionelle Lebens- und Futtermittel aus heimischen Körnerleguminosen vom Anbau bis zur Nutzung), an dem 17 Einrichtungen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft beteiligt sind, hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Anbau heimischer Eiweißpflanzen wiederzubeleben und deren Vermarktungschancen zu verbessern.

Mithilfe moderner Technologien und durch präzise Züchtungen soll der Anteil hochwertiger pflanzlicher Eiweiße und sekundärer Pflanzenstoffe erhöht werden, um damit den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Im Rahmen des Projekts werden neue Lebensmittel entwickelt, deren gesundheitsfördernde Wirkung in weiteren Studien wissenschaftlich untersucht wird. Von besonderer Relevanz sind hier antidiabetische sowie blähungsvermeidende Wirkungen. Eine umfassende Akzeptanzstudie unterstützt die Einzeluntersuchungen und hilft dabei, Verbraucherinteressen bei den Produktentwicklungen zu berücksichtigen.

Erbsen
© Coanri/Rita

Ergebnisse dieser Akzeptanzstudie zeigen, dass mehr als ein Drittel der Verbraucher Hülsenfrüchte wegen ihres hohen Vitamin-, Ballaststoff- und Eiweißgehalts als „gut für den Körper“ einstufen. Aus Linsen, Bohnen und Co. zubereitete Gerichte werden häufig als „lecker“ beschrieben. Dennoch gibt es Hindernisse für den Konsum von Hülsenfrüchten. Hierzu zählt in erster Linie die aufwendige, zeitintensive Zubereitung (nur fünf Prozent der Befragten finden die Zubereitung einfach). Verdauungsprobleme nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten spielen dagegen keine bedeutende Rolle.

Durch gezielte Produktverbesserungen, wie sie in LeguAN vorgesehen sind, könnten neue Konsumentenkreise erschlossen werden. Werden Hülsenfrüchte gemeinsam mit Getreideerzeugnissen oder Fleisch gegessen, so wird das darin enthaltene Eiweiß besonders gut aufgenommen (z. B. Chili con Carne mit Polenta, Linsen mit Spätzle).

Entdecken Sie leckere Rezepte mit Linsen, Bohnen & Erbsen

verfasst von am 3. Mai 2012 um 06:15

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2 Kommentare zu “Hülsenfrüchte: klein, aber oho!”

  1. Ich könnte definitiv nicht ohne seitdem ich auf Biofleisch umgestellt habe und mir das nur 1-2 mal pro Woche leisten kann!
    Hülsenfrüchte bieten jenseits der klassischen Linsen- und Erbsensuppe ein enormes Zubereitungsspektrum.

  2. Philipp sagt:

    Zum Thema zeitintensive Zubereitung und Verdauung:
    Wenn man zB Linsen über Nacht einweicht verringert das die Kochzeit am nächsten Tag. Wichtig ist es auch, dass das Wasser (welches zum Einweichen bzw. zum Kochen verwendet wurde) austauscht. Der Wechsel des Wassers ist deshalb wichtig um die Hülsenfrüchte leichter verdauen zu können!

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